Nackt auf Baum Kim Kardashians steiler Aufstieg

Kim Kardashian sorgt mit einem Schwarz-Weiß-Foto für Verwirrung. Darauf ist sie splitterfasernackt auf einem Baum zu sehen. Warum eigentlich?

Kim Kardashian
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"Der Ehrgeiz treibt die Menschen oft, die niedrigsten Dinge zu tun", schrieb der anglo-irische Satiriker Jonathan Swift schon 1711. "So geschieht das Klettern in der gleichen Haltung wie das Kriechen."

Wir wissen nicht, was Kim Kardashian auf den Baum trieb. Nackt, wie sie sich schuf, nur mit einem Paar Abenteurer-Boots bekleidet. Man könnte aber vermuten, dass sie es nicht aus Langeweile tat, sondern aus einem gewissen Antrieb. Vielleicht, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Und ein paar Klicks auf ihrem Instagram-Account.

Offiziell engagiert sich die 36-Jährige mit der Veröffentlichung für das morgen erscheinende Buch der Fotografen Mert Alas und Marcus Piggot: Sie sei "so geehrt" von den beiden abgelichtet worden zu sein, schreibt sie.

Mert Alas zufolge trägt die Schwarz-Weiß-Aufnahme den Titel "Night Bird". Kardashians Blick geht in die Ferne, "als würde sie in der Nacht nach etwas suchen", wie es das "OK!"-Magazin formuliert. Wahrscheinlich, unkte ein Instagram-User, "ist sie einfach nur auf der Suche nach ihren Klamotten".

"Das ist kein Feminismus"

Überhaupt waren die Kommentare im Netz eher kritisch als begeistert. In Zeiten, wo viele Hurrikan-Opfer in den USA ums Überleben kämpften, sollte man sich als Prominente auch mal zurückhalten, bemängelten einige. An dieser Flanke allerdings ist Kardashian nicht zu treffen - sie hat immerhin 500.000 Dollar für "Harvey"-Betroffene gespendet.

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Die Veröffentlichung des Fotos gilt vielen als Antwort auf harsche Kritik, die Kardashian unlängst von Sharon Osbourne einstecken musste. "Kim sagt, sie tue alles im Namen des Feminismus, aber das ist kein Feminismus", hatte die Moderatorin im britischen "Telegraph" gerügt. "Diese Mädchen leben von ihren Körpern (...), alles was sie tun, vom Sex-Video über die durchsichtigen Plastikkleider bis hin zur Fitnessklamotte, dreht sich um Sex, nicht um den Fortschritt der Frauen."

All das sei völlig in Ordnung, fuhr Osbourne fort. "Wenn Kim ihren Körper zeigen will, fein. Aber das ist kein Feminismus, das ist nuttig. Es ist nichts verkehrt daran, eine Nutte zu sein, aber du solltest nicht vergessen, was du bist."

Kardashian hatte erklärt, sehr dafür zu sein, dass Frauen bestärkt und nach vorn gebracht würden. Im Interview mit "Harper's Bazaar Arabia" hatte sie dann zurückgerudert: "Ich habe schon einmal gesagt, dass ich nicht wirklich Feministin bin." Dennoch habe sie das Gefühl, weitaus mehr zu tun, als jene, die behaupteten, Feministinnen zu sein. "Ich fühle in meiner Seele, dass ich eine Feministin bin. Ich brauche nur keine Etiketten, um zu fühlen und zu verstehen, was ich im Inneren bin."

Feminismus hin oder her - die Fans der Reality-Diva nehmen den PR-Rummel ohnehin als das, was er ist - ein Witz, der Geld einbringt. "Kim, komm von dem Baum runter, du wirst noch fallen", warnte ein Kommentator. Ein anderer schrieb schlicht: "I love you, Tarzan."

ala



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