Kim Kardashian: TV-Sternchen im Sinkflug
Tiefe Dekolletés und hohe Schuhe, Millionenhochzeit und Blitzscheidung: TV-Sternchen Kim Kardashian und ihr Clan nutzten jedes Mittel für Publicity - und brachten es damit zu Geld und Bekanntheit. Nun scheint die Familie abgemeldet.
Hamburg - Seit einiger Zeit bläst ihnen schon Gegenwind in die kräftig geschminkten Gesichter. Zehntausende Aktivisten protestierten gegen ihre Trash-TV-Show, US-Präsident Barack Obama missbilligte die Vorliebe seiner Töchter für die Serie - und Spott für die Kurzehe gab es auch schon. Kim Kardashian und ihr Clan sind wahrlich nicht mehr Everybody's Darling. Doch nun haben ihnen offenbar auch die Menschen abgeschworen, die bisher wenigstens eines noch gerne mit ihnen machten: den schnellen Dollar.
Party-Promoter, Magazinherausgeber und Fernsehmacher haben anscheinend genug von dem lautstarken Clan. Sie stehe auf der schwarzen Liste, berichtete die "New York Post" unter Berufung auf einen Insider über die Glitzer- und Glamour-Familie, die vor allem eines will: auffallen um jeden Preis.
Einst wurden Kim Kardashian 600.000 US-Dollar für einen Silvesterauftritt in Las Vegas gezahlt - heute sieht das komplett anders aus. "Ich würde ihr persönlich 600.000 Dollar zahlen, damit sie nicht ins 'Red Egg' kommt", sagte der Mitbesitzer des angesagten Restaurants im New Yorker Chinatown, Travis Bass.
Der New Yorker Publizist R. Couri Hay, der 2008 und 2010 bezahlte Kardashian-Besuche in Clubs organisierte, sagte dem Blatt, es würde ihm heute im Traum nicht einfallen, "Kim Kardashian und ihre kleinen plumpen Schwestern" zu promoten: "Sie langweilen mich."
Kardashians Abstieg nahm im Oktober Tempo auf, als sie die Scheidung von Kris Humphries einreichte - nach nur 72 Tagen Ehe. Die Einschaltquote ihrer Serie "Keeping up with the Kardashians", die im US-Fernsehen zu sehen ist, sackte laut "New York Post" um etwa 14 Prozent ab, von 3,5 Millionen auf 3 Millionen Zuschauer. Ausgaben von einschlägigen Magazinen wie "Us Weekly", "In Touch" und "Life and Style" wurden zu Ladenhütern, wenn Kim Kardashian auf dem Titelblatt zu sehen war.
Die Kardashians sehen ihre Zeit zum Abtreten hingegen noch nicht gekommen. Jede einzelne Woche kämpfe die Familie "mit Widrigkeiten", aber man arbeite weiterhin hart, schrieb Kim Kardashian auf ihrer Internetseite. "Aber wenn Medien versuchen, Dinge zu manipulieren und Unwahrheiten über unsere Geschäfte und Shows schreiben, ist es Zeit, einzuschreiten und diese Lügen richtigzustellen."
Manche Fakten sprechen aber einfach für sich. Schuhhersteller Sketchers erteilte Kardashian die deutliche Absage. 2011 war das TV-Sternchen noch Werbeträgerin, nun ersetzte die Firma sie für die Anzeigen zum Super Bowl. Ihr Nachfolger: eine Französische Bulldogge namens Mr. Quiggly.
siu
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