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King of Pop Michael Jacksons Arzt soll angeklagt werden

Gegen Michael Jacksons Leibarzt soll nach Gerichtsangaben Anklage erhoben werden. Erst dann werde auch der Inhalt der Vorwürfe gegen Conrad Murray bekannt gegeben, hieß es. Dem Mediziner drohen bis zu vier Jahre Haft.


Los Angeles - Im Zusammenhang mit dem Tod von Popstar Michael Jackson will die Staatsanwaltschaft in Los Angeles Anklage gegen dessen Leibarzt Conrad Murray erheben. Die Klage solle am Montag eingereicht werden, teilte die Justiz am Freitag mit. Der Arzt werde sich wegen fahrlässiger Tötung verantworten müssen. Darauf stehen nach kalifornischem Recht bis zu vier Jahre Haft.

Die Ankündigung erfolgte knapp zwei Stunden, bevor Murray sich der Justiz stellen wollte, um einer Verhaftung zu entgehen. Dieser Plan wurde damit vorerst zunichte gemacht. Der Mediziner wolle nicht länger auf eine Erklärung der Anklage warten, begründete eine Sprecherin von Murrays Anwaltsteam dessen Vorhaben.

Die Polizei von Los Angeles würde den Arzt einem Gewährsmann zufolge dagegen lieber festnehmen. Grund sei unter anderem mögliche Fluchtgefahr, hieß es. Murrays Anwalt Ed Chernoff kritisierte, eine solche Festnahme werde lediglich die Interessen der Medien befriedigen. "Das ist Zeitverschwendung, das ist nur Show", sagte Chernoff am Donnerstag.

Dem Vernehmen nach wirft die Staatsanwaltschaft dem Kardiologen fahrlässige Tötung vor. "Wir wissen, dass er der fahrlässigen Tötung beschuldigt werden wird, und wir sind auf ein Gegenargument vorbereitet", sagte die Sprecherin von Murrays Anwälten, Miranda Sevcik. "Er ist nicht schuldig - das ist unser Argument."

Der Arzt war nach Jacksons Tod am 25. Juni schnell in den Mittelpunkt der Ermittlungen geraten. Jackson war an einem Herzstillstand gestorben, der durch das Narkosemittel Propofol verursacht wurde. Murray hatte nach Justizinformationen ausgesagt, dem Sänger das Mittel auf dessen ausdrücklichen Wunsch als Schlafmittel verabreicht zu haben. Eine Schuld am Tod des Musikers bestreitet er.

luk/apn/AFP

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