Klatsch und Knatsch Retuschiertes Cover - Magazin entschuldigt sich bei Lupita Nyong'o

Oscar-Gewinnerin Lupita Nyong'o ärgert sich über retuschierte Fotos. Sia veröffentlicht aus Protest ein Nacktbild. John Legend hingegen ist einfach nur dankbar. Die Promi-Meldungen der Woche.

AFP

Lupita Nyong'o ist wütend auf die britische "Grazia": Die Oscar-Gewinnerin warf dem Magazin auf Twitter vor, ihre Haare auf dem Cover der November-Ausgabe retuschiert zu haben, um einem eurozentrischen Schönheitsideal zu entsprechen.

Auf ihrem Instagram-Account schrieb die kenianische Schauspielerin, dass sie enttäuscht sei, dass ihr krauses Haar nachträglich bearbeitet und geglättet worden sei. Daneben postete sie ein Bild des Covers und des unbearbeiteten Bildes.

Das Magazin hat sich mittlerweile bei Nyong'o entschuldigt. Es habe die Bilder nicht selbst bearbeitet und den Fotografen auch nicht beauftragt, dies zu tun. "Grazia" engagiere sich dafür, Diversität auf seinen Seiten zu repräsentieren.

Grund zur Freude gab es hingegen für Natalie Portman. Der 36-Jährigen wird ein Preis verliehen, mit dem weniger ihr schauspielerisches Talent, sondern eher ihr soziales Engagement gewürdigt wird: Sie erhält den Genesis-Preis 2018, der auch als "jüdischer Nobelpreis" bezeichnet wird.

Die in Israel geborene Schauspielerin verkörpere die wichtigsten Werte des jüdischen Volkes, schrieb die Genesis-Stiftung in einer Mitteilung: "Beharrlichkeit und harte Arbeit, das Streben nach Spitzenleistungen, intellektuelle Neugier und der Herzenswunsch, die Welt zu einem besseren Ort zu machen." In dem Zusammenhang wurden ihr Einsatz für Gleichberechtigung und Tierschutz sowie ihr Kampf gegen Armut genannt.

Auf außergewöhnliche Art und Weise will die australische Sängerin Sia auflauernden Fotografen das Geschäft verhageln. Die 41-Jährige hat ein Nacktfoto von sich auf Twitter und Instagram veröffentlicht. Damit wehrt sich die Australierin dagegen, dass derartige Bilder von ihr zu Geld gemacht werden.

"Jemand versucht offenbar, Nacktfotos von mir an meine Fans zu verkaufen", schrieb die Sängerin in den sozialen Netzwerken. "Spart euch das Geld, hier ist es kostenlos." Dazu postete sie ein unscharfes Foto, das sie nackt von hinten zeigen soll.

Als der 14-jährige Finn Wolfhard aus der Netflix-Serie "Stranger Things" kürzlich zu seinem Hotel zurückkehrte, warteten dort offenbar Fans und baten um Autogramme. Wolfhard, so legen es laut "InStyle" ein Tweet und ein kurzes Video eines Fans nahe, ging wohl einfach weiter. So viel "Unhöflichkeit" empörte einen Fan, was er via Twitter die Welt wissen ließ.

Neben "Stranger Things"-Kollegen sprang Wolfhard auch eine Schauspielerin zur Seite, die selbst als Kind die Erfahrung machte, plötzlich weltberühmt zu sein - und wahrscheinlich in noch größerem Ausmaß: Sophie Turner, inzwischen 21 Jahre alt, die Sansa Stark aus der Hitserie "Game of Thrones".

Es sei doch ziemlich seltsam, als Erwachsener vor einem Hotel auf ein Kind zu warten und dann auch noch enttäuscht zu sein, wenn dieses nicht anhalte, schrieb Turner. "Es ist egal, ob sie Schauspieler sind. In erster Linie sind sie Kinder. Gebt ihnen den Raum, den sie brauchen, um aufzuwachsen, ohne das Gefühl, irgendjemandem irgendwas schuldig zu sein, weil sie ihren Kindheitstraum leben."

Model Kate Upton hat dem Baseballprofi Justin Verlander in Italien das Jawort gegeben - nur wenige Tage nachdem sein Team, die Houston Astros, die World Series gewonnen hatte. Das Paar veröffentlichte in sozialen Netzwerken ein Hochzeitsfoto. Darauf ist zu sehen, wie die beiden über einen Teppich aus Rosenblüten schreiten.

"Ich bin so glücklich, dass ich meinen besten Freund geheiratet habe", schrieb die 25-jährige Upton auf Instagram unter das Bild. "Danke an unsere Familie und Freunde dafür, dass sie das Wochenende für uns so lustig und magisch gemacht haben."

Neue Filme? George Clooney schert sich darum nicht mehr so sehr. Er habe Geld und müsse nicht mehr schauspielern, um seine Miete zu bezahlen, sagte der Schauspieler in einem Interview mit der "Sunday Times". Auch sein Alter sei ein Aspekt: "Ich bin 56. Ich bin nicht mehr der Typ, der das Mädchen bekommt", sagte Clooney dem Blatt. Oder zumindest solle er es nicht mehr sein, ergänzte er. Der letzte Film mit dem Oscar-Preisträger als Protagonist erschien im Jahr 2016.

Die seit Längerem laufende Debatte über Geschlechterrollen beschäftigt auch Maria Furtwängler. "Auf dem roten Teppich trage ich ein Kleid, das vielleicht zwickt oder in dem ich friere. Ich frage mich bisweilen: Warum tue ich das nur?", sagte die "Tatort"-Schauspielerin der "Bild"-Zeitung. Die Antwort gab sich die 51-Jährige daraufhin selbst - und die fällt ehrlich aus: "Weil auch ich mich dem Diktat von Sexyness und Attraktivität unterwerfe. Ich bin darin gefangen und finde selbst als eine sehr bewusst lebende Frau dafür keine Lösung."

Carrie Underwood und Brad Paisley nutzten die Country Music Awards zu Sticheleien gegen Donald Trump. Zur Melodie von Underwoods Song "Before He Cheats" widmeten die beiden dem US-Präsidenten den eigenen Song "Before He Tweets". Darin hieß es unter anderem: "Gerade fragt er wahrscheinlich Siri 'Wie zur Hölle buchstabiert man Pocahontas?'". Das alles sei lustig zu beobachten, sangen die beiden Musiker, bis der kleine Raketenmann einen Nuklearkrieg starte - dann erst würde er nachdenken "Bevor er twittert".

Ehre, wem Ehre gebührt: In einem Gastbeitrag für die "Huffington Post" hat John Legend seiner früheren Englisch-Lehrerin Frau Bodey gedankt. Sie sei maßgeblich an seiner Karriere beteiligt gewesen, denn sie habe ihm gezeigt wie er mit Kreativität, Klarheit und Leidenschaft schreiben könne. Mit einem eigenen Projekt will er nun engagierte Lehrer fördern.

bbr/mxw/wit

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