Klettermarathon: Spiderman erklimmt höchsten Turm der Welt

Er hört auf den Spitznamen Spiderman, und das nicht ohne Grund: Alain Robert klettert gern an Wolkenkratzern empor. Nun nahm er sich das höchste Gebäude der Welt vor, den Burj Chalifa in Dubai - ausnahmsweise mit Seil und Gurt als Sicherung.

Dubai - Die Augen Hunderter Zuschauer begleiteten Alain Robert auf seinem steilen Weg nach oben: Der französische Fassadenkletterer bestieg in der Nacht zum Dienstag den höchsten Turm der Welt, den Burj Chalifa in Dubai. Nach etwas mehr als sechs Stunden erreichte der 48-jährige Robert, der sich selbst den Spitznamen Spiderman gegeben hat, das Dach des Gebäudes. Die Zuschauer reagierten mit begeisterten Rufen und Applaus.

Der im Januar vergangenen Jahres eröffnete Wolkenkratzer ist 828 Meter hoch. Robert musste 160 Stockwerke überwinden und hatte zwischenzeitlich mit starkem Wind zu kämpfen, der bereits den Beginn seines Aufstiegs verzögert hatte.

Der für gewöhnlich ohne Sicherung kletternde Robert hatte für die Genehmigung zu seiner riskanten Aktion eingewilligt, dieses Mal Kletterseil und Gurt zu benutzen. Doch diese Sicherheitsvorkehrungen und die große Menschenmenge machten ihn nach eigenem Bekunden nervöser als bei früheren Kletterpartien. "Es lastet ein großer Druck auf mir. Es gibt eine riesige Leinwand, 50 Meter hoch. Jeder wird mich darauf beobachten können. Das ist schon ein ziemlicher Stress für mich", hatte er vor dem Aufstieg gesagt.

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Alain Robert: Spiderman in Dubai
Robert erklomm weltweit bislang an die hundert Gebäude, darunter auch den Eiffelturm in Paris, die Golden Gate Bridge in San Francisco, das Empire State Building in New York, die Petronas Towers in Kuala Lumpur und die Oper im australischen Sydney. Der Extremsportler nutzt bei seinen Aufstiegen kleinste Vorsprünge an Gebäuden wie etwa Fensterrahmen, um sich daran festzuhalten.

Weil er mit seinen aufsehenerregenden Aktionen häufig gegen das Gesetz verstößt, wurde er immer wieder festgenommen. Begonnen hatte er seine "Kletter-Karriere" als Zwölfjähriger: Robert hatte damals den Schlüssel zur Wohnung seiner Eltern vergessen und war kurzerhand acht Stockwerke in die Höhe geklettert.

Robert war nun für eine dreitägige Konferenz für Technologiestudenten nach Dubai gekommen. "Ich tue dies, um den Studenten zu zeigen, dass es keine Grenzen gibt, und um Leute dazu zu inspirieren, mit Konventionen zu brechen und sich nicht einzuschränken", sagte Robert den "Gulf News". Man müsse nicht nur "seinem Herzen folgen, sondern auch versuchen, immer etwas Neues zu tun".

wit/dapd/Reuters/AFP/dpa

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