Königliches Vergnügen: Prinz Charles rockt Glastonbury

Es ist eines der größten Festivals der Welt und steht seit 40 Jahren für Menschen, die sich leichtbekleidet im Matsch suhlen und - natürlich - für Musik: Glastonbury ist gleichbedeutend mit Sex, Drugs und Rock'n'Roll. Nun kam einer, der so gar nicht ins Ambiente passt - und umso mehr Spaß hatte.

Glastonbury: Sex, Drugs, Rock'n'Roll - und ein Prinz Fotos
REUTERS

Glastonbury - Wenn es wieder einmal regnet - und es regnet häufig in Somerset - dann verwandeln sich die Konzerte des Glastonbury Festivals in Schlammschlachten. Menschen in Shorts und T-Shirts bewerfen sich mit Matsch, der klebrige Boden spritzt, es ist eine schmutzige Angelegenheit. Dem Kult-Status eines der größten Open-Air-Festivals der Welt, das alljährlich in Großbritannien stattfindet, tut das keinen Abbruch. Im Gegenteil.

Auf der Bühne versammeln sich die Größen des Musikgeschäfts, weit mehr als 100.000 Besucher kommen regelmäßig am letzten Wochenende im Juni.

In diesem Jahr feiert das Festival seinen 40. Geburtstag. Und zum Gratulieren kam einer, der so gar nichts mit Dosenbier, Schlafsäcken und mobilen Toilettenhäuschen am Hut zu haben scheint: Prinz Charles.

Doch die Musikfans in Glastonbury begrüßten den Thronfolger mit begeistertem Applaus. "Wir lieben dich, Charles!", riefen sie. Königlich unbeeindruckt folgte der Prinz allerdings seinem eigenen Dresscode und zeigte sich mit Schlips und beigefarbigem Anzug inmitten des jugendlichen Partyvolks.

Sichtlich vergnügt schnippte der Prinz im Takt der Musik, die Anzughose bis fast unter die Rippen gezogen. Doch auch wenn seine Optik nicht danach aussah, zeigte sich der Prinz von seiner lockeren Seite - und machte Sprüche, die seinen für verbale Ausrutscher bekannten Vater alt aussehen ließen.

Als der 22-jährige Australier Nick Wardle den Prinzen mit den Worten: "Hallo Kumpel, ich bin Nick aus Australien. Ich arbeite hier beim Festival", begrüßte, konterte Charles - ohne auch nur einen Moment nachzudenken: "Ach wirklich, wer hätte das gedacht? Ich hoffe, du hast auch eine Arbeitserlaubnis?" Laut "Daily Mail" zeigte sich Wardle erfreut über den Schlagabtausch mit dem Prinzen: "Für einen Moment fürchtete ich, er würde mich in den Tower of London sperren wollen."

han/dpa

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