Komiker John Cleese: Lieber arm als in den Dschungel

Als Monty-Python-Mitglied und Drehbuchautor verdiente er einst Millionen, doch ein Scheidungsverfahren brachte ihn um sein Vermögen: Komiker John Cleese ist pleite. Ein lukratives 200.000-Pfund-Angebot schlug er dennoch aus - aus gutem Grund.

John Cleese: Vom Millionär zum armen Schlucker Fotos
Getty Images

Hamburg - Eigentlich hätte John Cleese unbeschwert in den Ruhestand gehen können: Als Monty-Python-Mitglied wurde er bekannt, als Drehbuchautor von "Ein Fisch namens Wanda" wurde er ausgezeichnet - und vor seiner Komikerkarriere machte er einen Abschluss in Cambridge und promovierte auch an der renommierten britischen Universität.

Doch die Scheidung von seiner dritten Ehefrau brachte den Komiker um sein Vermögen und führte dazu, dass Cleese im Alter von 71 Jahren ab Mai wieder auf der Bühne stehen wird. Die Psychotherapeutin Alyce Faye Eichelberger, von der sich Cleese 2008 trennte, bekam nach seinen Angaben 13 Millionen Dollar - und erhält nun darüber hinaus sieben Jahre lang je eine Million Dollar. Cleese spricht von seiner Alimente-Tour, die ihm dabei helfen soll, die Scheidung zu finanzieren.

In einem Interview sprach der Komiker nun darüber, was er für Geld machen würde - und was auch nicht. Derzeit macht Cleese Werbung für die Automobile Association, den britischen ADAC. "Vor ein paar Monaten hat man mich angesprochen und gefragt, ob ich bei einer Reality-TV-Show mitmachen würde. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, welche es war - vermutlich der Dschungel", sagte er dem "Sunday Mercury". "Ich habe gelacht und aus Interesse gefragt, wie viel sie mir bieten würden. Man hätte mir 200.000 Pfund gezahlt - aber ich würde nie an einer solchen Sendung teilnehmen. Das ist das Ende der westlichen Zivilisation."

Cleese betonte, er würde für Geld nicht alles machen, die Grenze sei der von ihm definierte Peinlichkeitsfaktor. "Ich mache nur dann peinliche Sachen, wenn viel Geld im Spiel ist und wenig Leute davon erfahren."

Cleese sagte, das Fernsehprogramm sei heute sehr viel schlechter als in seiner Jugend. "Als ich aufgewachsen bin, hatten wir das beste Fernsehen der ganzen Welt. Heute ist es genauso schlecht wie überall sonst, und ich möchte daran nicht auch noch mitwirken."

Die Scheidung beeinflusse alle Entscheidungen, die er beruflich treffe, sagte Cleese. "Ich muss in jedem Jahr erst einmal eine Million verdienen, bevor ich auch nur einen Penny behalten darf."

han

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