"Twilight"-Star Kristen Stewart mag es künstlich

Für ihren neuen Film "Come Swim" hat Kristen Stewart als Regisseurin mit künstlicher Intelligenz gearbeitet. Nun verblüfft der Hollywoodstar mit einem Aufsatz die Wissenschaft.

AFP

Als Hauptdarstellerin in der Vampir-Saga "Twilight" ("Biss zum Morgengrauen") wurde Kristen Stewart berühmt. Inzwischen füllt ein Job vor der Kamera die 26-Jährige offenbar längst nicht mehr aus. Für den Kurzfilm "Come Swim", der auf dem Sundance-Festival in den USA dieser Tage Premiere hat, schrieb Stewart das Drehbuch und führte erstmals Regie.

Und nicht nur das. Nun wird bekannt, dass sie mit ihrer Arbeit auch als Wissenschaftlerin reüssiert. Stewart hat mit einem Produzenten und einem Programmierer einen wissenschaftlichen Artikel über künstliche Intelligenz veröffentlicht. Das dreiseitige Papier ("Bringing Impressionism to Life with Neural Style Transfer in "Come Swim") wurde im Onlinearchiv der renommierten Cornell University in den USA veröffentlicht. Eine Prüfung durch Experten steht noch aus.

Lernfähiges Computermodell

Das Autorentrio beschreibt darin, wie das Team für "Come Swim" mit einem lernfähigen Computermodell arbeitete, um den Stil eines impressionistischen Gemäldes auf Teile des Films zu übertragen.

Im Internet löste die Veröffentlichtung einiges Staunen aus. "In meiner Vorlesung zu künstlicher Intelligenz habe ich immer Twilight-Witze gemacht, die nehme ich alle zurück", schrieb ein Dozent für das Thema an der Georgia Tech School bei Twitter. Dem US-Portal TechCrunch zufolge ist das Papier eine Fallstudie auf hohem Niveau.

sms/dpa



insgesamt 4 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
exil-teutone 20.01.2017
1. Bitte nicht überbewerten.
1. *Jeder* kann Aufsätze in arxiv.org hochladen. 2. Der Aufsatz ist sehr kurz - 3 Seiten mit vielen Bildern, knapp eine halbe Seite mit Referenzen. 3. Der Aufsatz reißt lediglich den wissenschaftlichen Aspekt des Problems an. 4. Der weitaus größte Teil widmet sich der Beschreibung der Parameter, um den gewünschten künstlerischen Effekt zu erzielen. 5. Auf die Strategie der Parameterwahl wird nicht genug eingegangen, lediglich die 2 benutzten Parameter beschrieben (Iterationen, und "style transfer ratio") 6. Es ist kein Aufsatz über eine wissenschaftliche Studie, sondern beschreibt lediglich, was getan wurde. 7. Der Anteil der Regisseurin an dem Aufsatz ist völlig unklar; drei Autoren schreiben einen Aufsatz von netto ca. 2 Seiten - macht 2/3 einer Seite pro Autor bei angenommener Gleichverteilung der Arbeit. Es ist ein einfach nur ein Aufsatz. Er ist eine durchschnittliche Fallstudie (ich streite die hohe Qualität ab) auf dem Niveau eines Studenten IMHO. Sowas schreibt jeder durchschnittlich begabte Wissenschaftler in 1 Stunde - und eine Veröffentlichung in einem rennomierten Wissenschaftsjournal inklusive wissenschaftliche Begutachtung steht ja noch aus. Ich bezweifle allerdings, daß der Aufsatz die Hürde der Begutachtung nimmt. Kristen Stewart ist Schauspielerin und neuerdings auch Drehbuchautorin und Regisseurin. Ok, Glückwunsch zum Erfolg, aber sie sofort mit diesem Aufsatz zur Wissenschaftlerin auszurufen ist einfach lächerlich.
Newspeak 20.01.2017
2.
Zitat von exil-teutone1. *Jeder* kann Aufsätze in arxiv.org hochladen. 2. Der Aufsatz ist sehr kurz - 3 Seiten mit vielen Bildern, knapp eine halbe Seite mit Referenzen. 3. Der Aufsatz reißt lediglich den wissenschaftlichen Aspekt des Problems an. 4. Der weitaus größte Teil widmet sich der Beschreibung der Parameter, um den gewünschten künstlerischen Effekt zu erzielen. 5. Auf die Strategie der Parameterwahl wird nicht genug eingegangen, lediglich die 2 benutzten Parameter beschrieben (Iterationen, und "style transfer ratio") 6. Es ist kein Aufsatz über eine wissenschaftliche Studie, sondern beschreibt lediglich, was getan wurde. 7. Der Anteil der Regisseurin an dem Aufsatz ist völlig unklar; drei Autoren schreiben einen Aufsatz von netto ca. 2 Seiten - macht 2/3 einer Seite pro Autor bei angenommener Gleichverteilung der Arbeit. Es ist ein einfach nur ein Aufsatz. Er ist eine durchschnittliche Fallstudie (ich streite die hohe Qualität ab) auf dem Niveau eines Studenten IMHO. Sowas schreibt jeder durchschnittlich begabte Wissenschaftler in 1 Stunde - und eine Veröffentlichung in einem rennomierten Wissenschaftsjournal inklusive wissenschaftliche Begutachtung steht ja noch aus. Ich bezweifle allerdings, daß der Aufsatz die Hürde der Begutachtung nimmt. Kristen Stewart ist Schauspielerin und neuerdings auch Drehbuchautorin und Regisseurin. Ok, Glückwunsch zum Erfolg, aber sie sofort mit diesem Aufsatz zur Wissenschaftlerin auszurufen ist einfach lächerlich.
Stimmt alles und trotzdem gibt es einen wichtigen Unterschied: Die Leute, die, wenn auch nur drei Seiten, schreiben und die Leute, die das nicht tun. Manchmal reichen übrigens auch drei Seiten, um eine gute Idee zu präsentieren. Man muß ja nicht immer alles ausarbeiten.
exil-teutone 20.01.2017
3. Um diesen Unterschied geht es mir aber nicht
Zitat von NewspeakStimmt alles und trotzdem gibt es einen wichtigen Unterschied: Die Leute, die, wenn auch nur drei Seiten, schreiben und die Leute, die das nicht tun. Manchmal reichen übrigens auch drei Seiten, um eine gute Idee zu präsentieren. Man muß ja nicht immer alles ausarbeiten.
Der Unterschied, den sie meinen, ist in diesem Zusammenhang völlig unerheblich. Es geht darum, daß diese drei Seiten als wissenschaftlicher Artikel bewundert werden. Das ist bei weitem kein wissenschaftlicher Artikel, sondern ein Aufsatz, der im Stile wissenschaftlicher Artikel geschrieben ist.
thegambler 21.01.2017
4. @#3
Der Hauptunterschied ist, dass eine 26-jährige Schauspielerin, der nie viel Talent und Verstand nachgesagt wurde, den Aufsatz mitverfasst hat. Ich finde es richtig so etwas auch in der Presse erscheinen zu lassen, zumal so vielleicht auch das Interesse von Laien höher ist, sich mal mit dem Thema zu beschäftigen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.