Kristen Stewart Das Theater mit dem Kuss

Was tun, wenn man einen Preis für den besten Filmkuss bekommt und der Partner fehlt? "Twilight"-Star Kristen Stewart bediente sich bei den MTV Movie Awards eines simplen Tricks. Charlize Theron sorgte anderweitig für Aufsehen - sie vermöbelte einen Kollegen.


Los Angeles - Allmählich wird die Sache langweilig. Jedes Jahr bekommt ein Filmpaar bei den MTV Movie Awards den Preis für den besten Kuss verliehen. Und seit vier Jahren heißen die Gewinner Kristen Stewart und Robert Pattinson, Stars der "Twilight"-Serie. Bei Ehrung Nummer vier bei der Gala am Sonntagabend hatte Stewart allerdings ein Problem: Filmpartner Pattinson war nicht anwesend. "Oh Gott, Rob ist nicht hier, Leute. Ich weiß wirklich nicht, was ich tun soll", sagte Stewart.

Also musste sie improvisieren. Dass sie das schaffte, ist unbestritten. Aber ob es ihr auch gut gelang, sorgte schon während der Gala für Diskussionen. Die 22-Jährige bat erst einige Kollegen - unter anderem Chris Hemsworth und Charlize Theron aus "Snow White and the Huntsman" sowie "Twilight"-Kumpan Taylor Lautner - auf die Bühne zu kommen.

Dann entschied sich Stewart doch dafür, für ihre Dankesrede einen alten Trick aus Teenagertagen hervorzukramen: Sie drehte sich um, umarmte sich selbst und gab sich alle Mühe, eine Kussszene vorzutäuschen. Es war einer der seltsamsten Momente des Abends - die Reaktionen schwankten zwischen Fremdschämen und Belustigung.

Neben der Kuss-Auszeichnung bekam "Twilight - Bis(s) zum Ende der Nacht, Teil 1" auch noch die Auszeichnung in der Kategorie Bester Film - darüber war nicht von einer Jury, sondern per Online-Abstimmung befunden worden.

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MTV Movie Awards: Kuss und Prügelei auf der Bühne
Der erfolgreichste Film war allerdings "The Hunger Games". Gleich vier Auszeichnungen in Form eines vergoldeten Popcorns gab es für den Streifen - in den Kategorien beste Verwandlung, beste weibliche Darstellerin (Jennifer Lawrence), bester männlicher Darsteller (Josh Hutcherson) und bester Kampf. Bei der Präsentation in letzterer Kategorie zeigten sich die Laudatoren Charlize Theron und Michael Fassbender stilecht: Sie simulierten auf der Bühne eine Prügelei.

Johnny Depp wurde mit einem MTV Generation Award, einer Art Preis für sein Lebenswerk, ausgezeichnet. Er erkannte darin selbstironisch, dass er wohl nicht mehr zur MTV-Zielgruppe gehört. "Das ist der 'Verschwinde-aus-dem-Geschäft-Preis'", sagte Depp.

ulz/AP



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