Gangsta-Rapper Kurdo Krawalle bei Autogrammstunde in Dortmund

Er singt vom Leben im Getto, von Hass und Gewalt. Als der Rapper Kurdo in einem Elektronikmarkt Autogramme geben wollte, wurden die Sicherheitskräfte von dem Ansturm überrascht. Es kam zu Tumulten.


Aufruhr in einem Saturn-Markt in Dortmund: Bei einer Autogrammstunde des Rappers Kurdo kam es zu Krawallen. Mehr als tausend Fans strömten in den Elektronikmarkt, berichtet die Dortmunder Polizei. Der eingesetzte Sicherheitsdienst des Marktes war von dem Andrang komplett überfordert, sodass die Filialleitung die Polizei rief.

Zu diesem Zeitpunkt sei bereits ein Mitarbeiter verletzt worden, heißt es weiter. Die Einsatzkräfte sperrten daraufhin das Gebäude, die Veranstaltung wurde abgesagt, und die Polizisten geleiteten Kurdo aus dem Markt, teilte die Polizei mit.

Vor dem Elektronikmarkt hatten sich den Angaben zufolge zeitweilig mehr als 3000 bis 3500 Menschen versammelt. Als die Polizei sie zurückdrängen wollte, wurden die Einsatzkräfte mit Flaschen und Feuerzeugen beworfen, heißt es weiter. Die Beamten setzten Pfefferspray ein. Bei dem Einsatz wurden zwei Menschen leicht verletzt. Drei Personen wurden vorläufig festgenommen.

Kurdo kam als Achtjähriger aus dem Irak nach Deutschland. Sein Debütalbum "Slum Dog Millionaer" landete auf Anhieb auf dem sechsten Platz der deutschen Albumcharts. Sein zweites Album "Almaz" stieg auf Platz drei ein.

Der Rapper aus Heidelberg provoziert mit seinen Texten von Gewalt auf der Straße und einem Leben im Getto. Es war nicht die erste Autogrammstunde von Kurdo, die in Aufruhr endete. Bereits im vergangenen Jahr kam es in Stuttgart zu Tumulten.

brt



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