Lady Gaga: Pretty in Pink

Star trifft Mode: Bei der London Fashion Week hat sich Lady Gaga für einen Freund auf den Catwalk gewagt. Erst trug sie Pink, dann einen gewagten Blumen-Kopfschmuck. Spektakulärer war nur noch der Auftritt einer Designerin - und deren politische Botschaft.

London Fashion Week: Hut ab! Fotos
AP

London - Philip Treacy hatte sich in den vergangenen Jahren bei der Londoner Fashion Week rar gemacht - ein Jahrzehnt lang waren die Kreationen des Hutdesigners in der englischen Hauptstadt nicht zu sehen. Sein Comeback am Sonntag wurde von einem Stargast begleitet, der modisch fast immer für Aufsehen sorgt: Lady Gaga. Die Sängerin begab sich in einem pinkfarbenen Umhang auf den Laufsteg, hob ihre Hände und verkündete: "Meine Damen und Herren, der größte Hutmacher der Welt: Philip Treacy."

Auch nach ihrem Auftritt blieb die Sängerin im Blickpunkt. Sie trug einen Kranz aus Blumen am Kopf, der nur eine kleine Öffnung zum Durchschauen ließ. Derart gestylt saß sie mit zahlreichen anderen Promis - unter anderem Kim Cattrall, Grace Jones und Nick Cave - in der ersten Reihe. Treacy hat zahlreiche Hüte für Lady Gaga entworfen, ebenso wie für viele anders VIPs und Mitglieder des Königshauses.

Trotz Laufsteg-Auftritt und Blumen-Kopfschmuck konnte Lady Gaga nicht den spektakulärsten Auftritt des Tages verbuchen. Der ging an Vivienne Westwood. Die Designerin nutzte ihre Modenschau, um auf das Problem des Klimawandels hinzuweisen. Westwood engagiert sich seit Jahren für den Klimaschutz.

Die Designerin ließ zwei Models ein Banner entrollen, auf dem "Klima-Revolution" stand. Diese Botschaft war auch auf dem Oberteil zu lesen, das Westwood trug, als sie über den Catwalk lief. Ihr linkes Auge war geschminkt, als ob sie ein Veilchen hätte - und um die Mundpartie war ein dicker schwarzer Strich, der an einen Walrossbart erinnerte.

Teile von Westwoods Kollektion sahen aus, als kämen sie aus der Vorzeit der "Mad Men"-Ära, als die damalige US-Präsidentengattin Mamie Eisenhower einen konservativen Kleidungsstil prägte. Andere Kreationen erinnerten an die Eleganz von Jackie Kennedy. Es sei ihr egal, ob die Kreationen modisch funktionierten, sagte Westwood. Sie sei nur daran interessiert, durch Mode ihre Ansichten über Umweltfragen auszudrücken.

ulz/AP

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