Chicago/Hamburg - Kein Entkommen vor Laura Bush: In Amerika ist die ehemalige First Lady auf Werbetour für ihre Memoiren - und die PR-Strategie entfaltet sich mit soviel Wucht, dass sich der Verlag freuen darf.
Auszüge aus dem Buch sorgten bereits mehrfach für Schlagzeilen: Sowohl Bushs Schilderung, wie sie als junge Frau den Unfalltod einer Freundin verursachte, als auch ihre Anmerkungen zum G-8-Gipel in Heiligendamm, wo sie und der Präsident sich vergiftet glaubten.
Jüngst war Laura Bush in der Buchverkäufe extrem fördernden Oprah-Winfrey-Talkshow zu Gast. Im Gespräch mit der Moderatorin ging es dabei auch um den Alkoholismus ihres Mannes, George W. Bush.
"Alkoholkonsum gehörte zu unserem Leben dazu", sagte Laura Bush über die Phase, in der Bush, damals 40 Jahre alt, besonders viel trank - das Paar lebte in Midland, Texas. "Alkohol gehörte dazu. Alle tranken viel, Männer, Frauen. George trank am liebsten Bier, Bourbon und B&B. Es wurde wirklich viel getrunken."
Sie habe ihren Mann allerdings nie mit dem viel zitierten Ultimatum "Entweder Jim Beam oder ich" unter Druck gesetzt , so Laura Bush.
Das Paar habe stattdessen sehr oft über Bushs Alkoholproblem "geredet", sie habe ihrem Mann klar gemacht, dass sie "sehr enttäuscht" von ihm sei.
Nach einem wilden Party-Wochenende sei ihr Mann morgens aufgewacht und habe beschlossen, mit dem Trinken aufzuhören - "Cold Turkey", also unmittelbar. Dazu seien jedoch nicht alle Alkoholiker in der Lage.
Bush zu verlassen oder sich gar scheiden zu lassen sei nicht in Frage gekommen, so Laura Bush. Sie habe ihre beiden Zwillingstöchter nicht allein großziehen wollen, außerdem "haben wir Scheidung ist einfach nicht in unseren Genen."
pad
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