Lennon-Mörder Chapman: Yoko Ono will Freilassung verhindern

Der Mörder von John Lennon will im August um seine Freilassung bitten - doch Yoko Ono möchte dies verhindern. Die Witwe des Beatles-Musikers hat einen entsprechenden Brief an die Kommission für Haftentlassung geschrieben. Sie und ihre Söhne würden sich sonst nicht mehr sicher fühlen.

Lennon-Witwe Yoko Ono: "Wir würden uns nicht mehr sicher fühlen" Zur Großansicht
dpa

Lennon-Witwe Yoko Ono: "Wir würden uns nicht mehr sicher fühlen"

New York - Wenn es nach Yoko Ono geht, bleibt John Lennons Mörder weiter hinter Gittern. Auch 30 Jahre, nachdem Mark Chapman den " Beatles"-Musiker erschossen hat, kann er nicht auf ihre Gnade hoffen. "Ihre Meinung hat sich nicht geändert", sagte ihr Anwalt Peter Shukat der US-Tageszeitung "New York Daily News" am Mittwoch. Die Witwe habe einen entsprechenden Brief an die Kommission für Haftentlassungen geschrieben. Am 9. August will der heute 55- jährige Chapman zum sechsten Mal um seine Freilassung bitten.

Der Anwalt wollte nicht sagen, welche Argumente Yoko Ono in ihrem Brief an die Kommission vorgebracht habe. In früheren Schreiben hatte sie jedoch die Sicherheit der Familie ins Feld geführt. "Ich fürchte, es würde den Alptraum, das Chaos und die Verwirrung zurückbringen. Ich selbst und Johns Söhne würden uns den Rest des Lebens nicht sicher fühlen", hieß es darin.

Der geistig verwirrte Chapman hatte Lennon 1980 vor dessen Haus in New York mit mehreren Schüssen getötet. Obwohl mehrere Gutachten ihm eine Psychose bescheinigten, erklärte er sich selbst des Mordes schuldig und wurde zu einer Freiheitsstrafe von mindestens 20 Jahren verurteilt. Seit dem Jahr 2000 kann er alle zwei Jahre um Entlassung bitten. Yoko Ono hat sich dem immer widersetzt.

luk/dpa

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insgesamt 34 Beiträge
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1. Der Faenger im Roggen
dylan_xiv 28.07.2010
Leider ist die Todesstrafe in New York recht unpopulaer. Diese Tat darf definitiv keine Begnadigung erfahren. Es tut weh, das Bild auf der Rückseite vom Booklet der "Double Fantasy"-CD zu sehen und gleichzeitig zu wissen, dass dieser im Leben angekommene Musiker wenige Tage spaeter ermordet werden wird.
2. Ich auch...
upmagic 28.07.2010
Zitat von dylan_xiv[...] Es tut weh, das Bild auf der Rückseite vom Booklet der "Double Fantasy"-CD zu sehen und gleichzeitig zu wissen, dass dieser im Leben angekommene Musiker wenige Tage spaeter ermordet werden wird.
Ich kann mich dem nur anschließen, es ist immer wieder erschütternd. Ich kann Yoko gut verstehen, ich würde mich auch nicht mehr sicher fühlen, wenn der geistig verwirrte Mörder meines Mannes wieder auf freiem Fuss wäre...
3. ...
butter_milch 28.07.2010
Ich würde es an ihrer Stelle nicht anders machen. Er hat nichts anderes verdient.
4. ....
infidel1909 28.07.2010
Keine Freilassung! Es kann sicherlich jeder nachvollziehen, das Yoko dies nicht will.
5. Lebenslang
aschu0959 28.07.2010
im wahrsten Sinn des Wortes muß die Haft für Mörder sein - auch und erst recht bei Psychopaten.
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