Videospiel Lindsay Lohan verklagt "GTA V"-Macher

Die fiktive Figur Lacey Jonas aus "Grand Theft Auto V" erinnert sie zu stark an sich selbst. Deshalb hat Lindsay Lohan Klage gegen die Macher des Videospiels eingereicht. Die US-Schauspielerin sieht ihre Rechte verletzt.

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New York - Lindsay Lohan kennt sich aus vor Gericht. Gefühlt hatte die 28-Jährige dort mehr Auftritte als vor Filmkameras. Doch bald könnte die US-Schauspielerin in einem Prozess eine völlig neue Rolle einnehmen - nicht auf der Anklagebank, sondern als Klägerin.

Lohan verklagt nämlich die Macher des beliebten Videospiels "Grand Theft Auto V", das Entwicklerstudio Rockstar Games. Dies berichteten mehrere US-Medien unter Berufung auf die Klageschrift. Demnach stört sich das Hollywood-Sternchen an einer Figur des Action-Games - diese beziehe sich eindeutig auf sie.

Die fiktive Figur Lacey Jonas verbinde "Image, Aussehen, Kleidung, Outfits und Modekollektion der Klägerin" - und das ohne Genehmigung Lohans, obwohl diese die Rechte daran besäße. So zitiert das Wirtschaftsmagazin "Forbes" aus der Klage, die am Mittwoch bei einem Gericht in Manhattan eingereicht worden sei.

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Auf wie viel Geld Lohan die Videospiel-Entwickler verklagt, ist bislang unklar. Das Spiel, bei dem die Nutzer in die Rolle eines Gangsters schlüpfen, hatte schon nach den ersten drei Verkaufstagen im September 2013 eine Milliarde Dollar eingebracht. Es gilt als das finanziell bislang erfolgreichste Computerspiel.

Lohan spielt künftig übrigens Theater in London. Von September an werde sie am Westend in David Mamets Hollywood-Satire "Speed-the-Plow" eine Hauptrolle spielen, meldete die "Los Angeles Times". Die Schauspielerin hatte in den vergangenen Jahren Probleme mit Produzenten und Richtern, weil sie viel zu spät oder gar nicht am Set und vor Gericht erschien. Lohan war im Frühjahr 2011 wegen des Diebstahls einer Kette zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Zudem hatte sie immer wieder mit Alkohol- und Drogenproblemen zu kämpfen.

wit/dpa

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