Live ist live Ministerin warnt Britney Spears vor Playback-Auftritten

Klare Ansage von oben: Um Enttäuschungen vorzubeugen, hat das australische Verbraucherschutzministerium US-Sängerin Britney Spears dringend davor gewarnt, das Gehör ihrer Fans mit "Mickey-Mouse-Auftritten" zu beleidigen. Ob die Diva dem Rat folgen wird?

Getty Images

Sydney - Am späten Freitagabend soll Britney Spears "Circus"-Tour in Australien starten. Doch schon im Vorfeld des ersten Auftritts bekommt die Blondine Gegenwind. Die Verbraucherschutzministerin des Bundesstaats New South Wales, Virginia Judge, fühlte sich berufen, einer möglichen Enttäuschung ihrer Konsumenten vorzubeugen, indem sie an den Popstar appellierte, bei den Konzerten auf keine Fall Playback zu singen.

"Eines muss klar sein: Live heißt live", erklärte Judge unumwunden in der Freitagausgabe des "Daily Telegraph". Die Zuschauer Down Under akzeptierten keine "Mickey-Mouse-Auftritte" mit bloßen Lippenbewegungen zu Musik vom Band, fuhr die Ministerin fort. Sollte Spears bei ihren Konzerte teilweise Playback singen, müsse dies auf den Eintrittskarten klar gekennzeichnet sein.

Die US-Popsängerin war in der Vergangenheit bei Konzerten negativ aufgefallen, weil sie lediglich die Lippen zu Musikaufnahmen vom Band bewegte. "Wer bis zu 200 australische Dollar ausgibt, hat etwas Besseres verdient", betonte Judge.

Fans verprellt

Bereits bei ihrer Ankunft am Flughafen von Sydney hatte Spears ihre ungeduldig wartenden Fans verprellt, als sie sich nicht zeigte, sondern direkt in einen Privatjet umstieg, der sie nach Perth brachte. Eben dort soll das erste Konzert stattfinden, gefolgt von Melbourne, Sydney und Brisbane. "Das war der längste Flug, den ich je gemacht habe", jammerte die 27-Jährige per Twitter. "Aber wir hatten eine großartige Zeit."

Spears' Tourmanager Steve Dixon verteidigte die Playback-Elemente der Konzerte. Er sagte laut Nachrichtenportal "News.au", die Menschen wollten vor allem die Show sehen: "Es ist ein Pop-Spektakel, eine Showbandshow."

Ob die Diva sich den Rat der Ministerin zu Herzen nehmen wird, ist fraglich. Dem Zufall überlassen will sie auf dieser Tour jedenfalls nichts: Spears reiste mit einer Crew von 225 Musikern, Tänzern, Zirkusleuten und Bühnenarbeitern an. Sie wird insgesamt 15 Konzerte geben, die fast alle ausverkauft sind. Die Ticketpreise liegen teilweise bei bis zu 1400 australischen Dollar im VIP-Bereich.

ala/AFP



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