YouTuber Logan Paul entschuldigt sich für Video "Dear Internet. I'm sorry"

YouTuber Logan Paul hat sich für ein Video entschuldigt, das die Leiche eines Mannes zeigt, der vermutlich Suizid beging. Der Clip hatte harsche Kritik ausgelöst - unter anderem von "Breaking Bad"-Star Aaron Paul.

Logan Paul
NINA PROMMER/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

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Der US-amerikanische YouTube-Star Logan Paul hat sich dafür entschuldigt, in einem Video die Leiche eines Menschen gezeigt zu haben, der offenbar Suizid begangen hat. "Dear Internet. I'm sorry", schrieb der 22-Jährige in einem Statement via Twitter.

"Ich habe noch nie so viel Kritik bekommen, weil ich noch nie einen solchen Fehler gemacht habe", heißt es in dem Schreiben. Er habe die Aufmerksamkeit auf Suizid-Prävention richten wollen, sei aber durch das eigene Entsetzen fehlgeleitet worden. Jedenfalls habe er das Video in keinem Fall gepostet, um möglichst viele Klicks zu bekommen.

Logan Paul war vor einigen Wochen nach Japan gereist und hatte dort einen Wald besucht, der berüchtigt dafür ist, dass sich dort immer wieder Menschen das Leben nehmen. Er wird auch "Selbstmord-Wald" genannt. Der Internet-Star hatte dort einen Menschen gefilmt, der sich offenbar kurze Zeit vorher an einem Baum erhängt hatte, wie das "New York Magazine" berichtet.

Der YouTube-Star hatte die Leiche und seine Reaktion darauf aufgenommen, das Video später veröffentlicht - und damit einen heftigen Shitstorm ausgelöst. Das Video ist mittlerweile nicht mehr auf Pauls YouTube-Kanal abrufbar. Bevor es entfernt wurde, soll es Medienberichten zufolge mehr als sechs Millionen Mal angeklickt worden sein.

Internetnutzer warfen dem YouTuber vor, der Clip sei geschmacklos. Er beute einen Suizid aus, um Klicks und damit Geld zu bekommen. Zu den schärfsten Kritikern gehörte auch "Breaking Bad"-Star Aaron Paul, der drastische Worte wählte. "Wie kannst du nur! Du ekelst mich an", schrieb der Schauspieler bei Twitter. "Selbstmord ist kein Witz. Schmor in der Hölle."

Logan Paul schrieb, er werde oft daran erinnert, welche große Reichweite er mit seinem YouTube-Videos habe. "Mit viel Macht geht auch viel Verantwortung einher. Zum ersten Mal muss ich voller Reue sagen, dass ich mit dieser Macht falsch umgegangen bin." Das werde nie wieder vorkommen.


fok/dpa



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