Lothars Lotterleben: Ja, ich schäme mich

"Das Band zwischen uns war nie gerissen, lediglich gedehnt" - sagte Lothar Matthäus über seine jüngste Ehekrise. Da Selbstzweifel dem Rekordnationalspieler völlig fremd zu sein scheinen, schämt sich Hendrik Ternieden eine Runde für Loddars Leben.

Rekordnationalspieler: Lothar Matthäus und die Frauen Fotos
DDP

Was ist in diesem Jahr alles über Lothar Matthäus geschrieben worden! Meistens nur Schlechtes. Und daran ist seine vierte Ehefrau schuld, diese 22-Jährige, ich weigere mich, ihren Namen zu schreiben, nennen wir sie L. Nun ja, seien wir ehrlich, einen Großteil der Schuld trägt Matthäus. Oder besser gesagt: Der Loddar in ihm.

Als Lothar Matthäus war er Weltmeister, Weltfußballer, Nationalheld. Er hämmerte im November 1992 den Ball nach einer Ecke Volley direkt in den Winkel - nur wenige Monate nachdem sein Kreuzband gerissen war. Unvergesslich!

Dann übernahm der Loddar immer mehr die Regie, in diesem Sommer hat er den alten Lothar Matthäus komplett verdrängt. Loddar lässt sich vom Boulevard vorführen, weil L. beim Fremdknutschen auf einer Yacht im Mittelmeer fotografiert wurde. Loddar schwört, es sei jetzt aus mit L. Loddar beteuert, er sei seiner Frau gegenüber niemals handgreiflich geworden. L. behauptet, sie habe Loddar ihre Jungfräulichkeit geschenkt. Loddar zweifelt: "Dass sie damals noch Jungfrau war, habe ich nicht bemerkt. Zumindest gab es dafür keine Anzeichen." Schließlich lassen sich Loddar und L. wieder gemeinsam in der Öffentlichkeit sehen. Er sagt: "Das Band zwischen uns war nie gerissen, lediglich gedehnt."

Wie soll man diesen Zirkus beschreiben - vor lauter Fremdschämen?

Irgendwann verkündet Loddar, er wolle über seine Ehe mit L. nicht mehr sprechen. Was wäre das für eine Sensation! Was für eine traumhafte Schlagzeile: "Loddar zieht Schweigegelübde knallhart durch". Ich fürchte, es wird ein Traum bleiben.

Lothar Matthäus arbeitet jetzt als Nationaltrainer Bulgariens. Den Job hat er, anders als den Posten in Kamerun, trotz des Loddar-Lebens bekommen. Ich wünsche ihm, dass er zur Ruhe kommt. Und vielleicht, ganz vielleicht klappt es irgendwann mit dem heiß ersehnten Trainerposten in Deutschland.

Eine Chance hätte Lothar Matthäus verdient - wenn der Loddar ihn lässt.

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