Wirbel um Eisdielen-Eröffnung Köln verzichtet auf Bußgeld für Podolski

Lukas Podolski wollte eine Eisdiele in seiner Heimatstadt Köln eröffnen, mit großem Fan-Andrang wurde gerechnet. Weil dafür kein Sicherheitskonzept vorlag, wurde ihm das Erscheinen untersagt. Doch die Posse endet versöhnlich.

Lukas Podolski
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Lukas Podolski


Nach dem Wirbel um den Auftritt von Fußballer Lukas Podolski bei der Eröffnung seiner zweiten Eisdiele in Köln wird es keinen Bußgeldbescheid seitens der Stadt geben.

Podolski war bei dem Event am Samstag erschienen, obwohl die Stadt dies wegen eines fehlenden Sicherheitskonzepts zuvor untersagt hatte.

Ein Bußgeldverfahren sei eine von verschiedenen Reaktionen, die rein theoretisch rechtlich möglich gewesen wären, erläuterte eine Sprecherin der Stadt Köln. Zuvor hatte es in der Stadtverwaltung geheißen, der Bericht der am Samstag eingesetzten Ordnungsamtmitarbeiter werde ausgewertet. Danach werde entschieden, wie weiter verfahren werde. "Es gibt kein Bußgeld", sagte die Sprecherin nun unter Verweis auf eine Entscheidung des zuständigen Stadtdirektors.

Nachdem die Stadt Köln von der geplanten Eröffnung des Eisladens in der Altstadt erfahren hatte, erließ das Ordnungsamt am Freitag eine Ordnungsverfügung - und untersagte einen Auftritt des ehemaligen Stars des 1. FC Köln am Folgetag. Der Grund sei ein fehlendes Sicherheitskonzept für den belebten und vielbefahrenen Platz mit Bussen und Bahnen, wie mehrere Kölner Medien berichteten.

Podolski, der mittlerweile beim japanischen Klub Vissel Kobe spielt, kam am Samstag dann aber doch. Bei der Eröffnung der ersten Eisdiele von Podolski vor knapp einem Jahr waren rund 2000 Fans gekommen. Ganze Straßenzüge wurden damals blockiert, die Polizei war ausgerückt.

bam/dpa



insgesamt 17 Beiträge
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heinrich.busch 28.05.2018
1. Die Bürokraten fallen immer negativ auf
Das sie diesmal ein Rückzieher gemacht haben ist nicht Einsicht, sondern schlussendlich Willkür. "Lieschen Müller" wäre gnadenlos abgestraft worden.
arghh 29.05.2018
2. Im Schwimmbad: Mann stürzt sich von 3m hohem Podest ins Wasser
erscheint es nur mir ETWAS schräg, wenn die Stadt Köln dem Eigentümer einer Eisdiele verbieten will bei der Eröffnung des eigenen Geschäfts anwesend zu sein? Rührend, dass auf ein Bußgeld verzichtet worden ist. Willkommen in der Freiheit der Bundesrepublik Deutschland. Wenn die Stasi jemanden verboten hätte bei seiner Geschäftseröffnung anwesend zu sein - das wäre bestimmt extrem schlimm gewesen. Aber ich glaube auf die Idee wären selbst die nicht gekommen.
lalito 29.05.2018
3. Auge zugedrückt
Kann man mal ein Auge zudrücken, schließlich ist Lukas Podolski in meiner Heimatstadt aus gutem Grunde sehr beliebt. Immerhin engagiert er sich stringent für benachteiligte Jugendliche, dazu durch eigene Erfahrungen hier im Land animiert. Meine Ma beobachtet das seit Jahren und hat sich ihre Meinung gebildet, scheint wohl etwas mehr als die soziale Etikette eines VIP zu sein.
cbraum 29.05.2018
4. Nix gegen Poldi, aber
Gibt es eigentlich in einem Rechtsstaat einen Promibonus? Ich dachte immer, Behörden müssten neutral sein.
toll_er 29.05.2018
5. Eine Posse
So ein Fußballer darf halt mehr als ein normaler Bürger. Da wird ihm etwas untersagt, aus guten verständlichen Gründen, er hält sich nicht dran, bewusst, und.... Dann passiert nichts. Köln bleibt Köln. Manche sind halt gleicher als andere.
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