Xmas in XXL Royals im Partnerpulli

Ein Foto sorgt derzeit für Schmunzeln: Darauf zu sehen sind Prinz William und Kate in einem Weihnachts-Partnerpulli, umrahmt von ihren Liebsten in ähnlich schriller Strickware. Warum haben die Royals dieses absurde Bild autorisiert?

AP

Einträchtig steht sie beisammen, die königliche Familie. Auf einem roten Podest, umspielt von Queen Elizabeths II. geliebten Corgies. Zum Weihnachtsfest haben sich alle schick gemacht: Prince Charles und Camilla haben auf schlanke Taille gesetzt und tragen Weihnachtsmann-Strickpullis mit Gürtel. Die Queen präsentiert sich in Tannengrün mit Corgie-Motiv, ihr Gatte eher streng skandinavisch mit Elchen auf der Brust.

Den Vogel in Sachen weihnachtlicher Eleganz schießen allerdings Prinz William und seine Gattin, die Herzogin von Cambridge, ab: Sie haben sich einen Partnerpulli übergezogen, mit Christbäumen und gelben Lebkuchenmännchen drauf.

Nun ist das Protokoll in Sachen offizielle Fotos und Mode für die britischen Royals eher streng. Tatsächlich ist auch keiner der auf den Fotos zu sehenden Mitglieder der königlichen Familie echt, sondern alle sind aus Wachs geformt. Weil das etwas peinliche Foto für einen guten Zweck ist, haben Elizabeth II. und ihre Familie offenbar nichts gegen eine Veröffentlichung.

Anlässlich des "Christmas Jumper Days" der Kinderrechtsorganisation "Save the Children" haben die Macher von Madame Tussauds ihre Royals saisonal ein bisschen aufgemotzt um für Unterstützung zu werben.

Prinz Harry bleibt die Peinlichkeit eines Paarpullovers - noch - erspart: Auf seinem Bauch prangt ein Pinguin. Gerade sorgt er in seiner Heimat für Ärger, weil er für ein Treffen mit seiner neuen Freundin Meghan Markle einen Umweg von fast 3000 Flugkilometern in Kauf nahm - auf Kosten der Steuerzahler, so der Vorwurf.

Auf dem Heimweg von Barbados nach Großbritannien legte er einen Zwischenstopp in Kanada ein, wo die Schauspielerin ("Suits") in Toronto weilt. Damit habe der Prinz das Protokoll des Buckingham Palace verletzt, der Wert darauf lege, dass die Royals Privates und Dienstliches strikt trennten, schreiben britische Zeitungen.

Hintergrund sind wohl die Querelen um Harrys Onkel Prinz Andrew, der den Spitznamen "Air Miles Andy" verpasst bekam, weil er allzu oft Auslandsreisen unternahm. Selbst wenn Harry persönlich für die erhöhten Flugkosten aufkäme, so die "Daily Mail" süffisant, blieben doch die Kosten für die mit ihm reisenden Bodyguards am Steuerzahler hängen.

Nach einer 15 Tage dauernden Tour durch die Karibik hatte der Royal offenbar einfach Lust, seine Freundin mal wieder zu sehen. Die beiden sind seit Juni ein Paar. Harry hatte unlängst in einem seltenen Statement die Boulevardpresse und "Social Media Trolls" scharf kritisiert. Seine neue Freundin stünde ständig unter Beschuss. Markle und ihre Familie seien von Reportern belästigt worden, die Untertöne in der Berichterstattung seien rassistisch, so der Prinz.

ala

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