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Madonna-Konzert in Australien: Tränen einer Clownin

Madonnas Sorgerechtsstreit: Popstar versus Regisseur Fotos
Getty Images

Ihr erstes Konzert in Australien nach 23 Jahren war, sagen wir, speziell: Erst ließ Madonna ihre Fans stundenlang im Regen stehen. Dann weinte sie auf der Bühne wegen ihres Sohnes Rocco.

23 Jahre ist es her, dass Madonna das letzte Mal in Australien auf der Bühne stand. Um ihr Idol live zu erleben, warteten einige Fans schon seit Tagen vor dem Konzertsaal. Die Türen zum Forum Theatre sollten eigentlich eine halbe Stunde vor Showbeginn um 21 Uhr öffnen, aber nichts geschah, und draußen regnete es in Strömen. Erst um kurz vor Mitternacht öffneten sich endlich die Türen, Madonna kam nach 1 Uhr mit ihrem Programm "Madonna - Tränen eines Clowns" auf die Bühne.

Was die Zuschauer dann erlebten, war ziemlich einzigartig. Zwischen den Liedern erzählte sie laut "BBC" von ihrem Sorgerechtsstreit um ihren 15-jährigen Sohn Rocco und fing dabei an zu weinen.

"Ich habe unendlich viele Fehler gemacht", sagte sie. "Jeder kennt die Geschichte von mir und meinem Sohn Rocco. Wenn man darüber nachdenkt, ist es wirklich keine schöne Geschichte."

Madonna fügte hinzu: "Ich könnte diese Tour mehr genießen, wenn er nicht so plötzlich verschwunden wäre, und wenn ich wüsste, wann ich ihn wiedersehe. Ich widme das nächste Lied ihm, Rocco." Dann sang sie "Interventions" und an die Wand hinter ihr wurden Bilder ihres Sohnes projiziert.

Seit ihrer Scheidung im Jahre 2008 hatten sich ihr Ex-Mann, der Regisseur Guy Ritchie, und Madonna das Sorgerecht geteilt. Doch Ende 2015 entschloss sich Rocco überraschend, ganz nach Großbritannien zu seinem Vater zu ziehen. Madonna will das nicht hinnehmen.

Der Sorgerechtsstreit zwischen dem US-Popstar Madonna und Guy Ritchie beschäftigt inzwischen die Justiz in New York und in London. An der bislang letzten Anhörung in London konnte Madonna nicht teilnehmen, weil sie derzeit in Australien auf Tournee ist. Ob die Verspätung beim Konzert in Melbourne damit zusammenhängt, ist nicht bekannt.

Vergangene Woche hatte ein Richter in New York die Eltern zu einer raschen Einigung gedrängt. Bis dahin solle Rocco bei seinem Vater in London leben und dort zur Schule gehen. Bei der Anhörung waren Madonna und Ritchie per Telefon zugeschaltet.

lba/dpa

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