Madonna "Ich wurde auf einem Dach in New York vergewaltigt"

Als junge Frau suchte sie ihr Glück in New York - und wurde dort überfallen, ausgeraubt und vergewaltigt. Im US-Magazin "Harper's Bazaar" erzählt Madonna von ihrem nicht immer einfachen Weg zum Weltruhm.

DPA

New York - Keine Berühmtheit verdiente im vergangenen Jahr laut "Forbes"-Liste mehr Geld als sie. Doch Madonnas Weg zu Ruhm und Geld war steinig. In einem Artikel für das Magazin "Harper's Bazaar" berichtet die "Queen of Pop" davon, wie sie als junge Frau nach New York kam, um ihr Glück zu versuchen. Sie sei unter anderem mit vorgehaltenem Messer vergewaltigt worden, enthüllt die 55-Jährige.

New York habe zunächst alle ihre Erwartungen enttäuscht, "es nahm mich ganz und gar nicht mit offenen Armen auf", schreibt sie in dem am Freitag veröffentlichten Artikel weiter. "Im ersten Jahr wurde ich mit gezogener Waffe überfallen. Auf einem Dach vergewaltigt, wohin ich mit einem Messer im Rücken geschleppt worden war, dreimal wurde in meine Wohnung eingebrochen."

Die Gründe dafür seien ihr bis heute schleierhaft: "Nachdem sie beim ersten Mal mein Radio mitgenommen hatten, besaß ich nichts mehr von Wert." Um ihre Miete zu bezahlen, habe sie unter anderem als Aktmodell für Kunstklassen gearbeitet: "Ich starrte auf Leute, die auf meine Nacktheit starrten."

In dem Artikel beschreibt Madonna schonungslos ihre ersten Eindrücke von New York: "Der Gestank von Urin und Erbrochenem, all die Obdachlosen - darauf war ich nicht vorbereitet in Rochester, Michigan", wo sie herkam. Die Wolkenkratzer hätten ihr die Sprache verschlagen, aber gleichzeitig sei sie schockiert gewesen vom Verkehrslärm und dem Tempo der Menschen, die an ihr auf der Straße vorbeirannten.

Sie wollte Künstlerin werden, eine professionelle Tänzerin, "aber es war hart, ich war einsam". Madonna habe sich wie eine "Kriegerin" gefühlt, die sich durchschlagen musste, um zu überleben.

Britischer Humor, klebriger Pudding

Mit 20 Jahren sei sie ein Popstar geworden, mit 30 habe sie sich in die jüdische Mystik, die Kabbala, vertieft und mit 45 sei sie gemeinsam mit ihrem Mann, dem britischen Regisseur Guy Ritchie, nach Großbritannien gezogen.

Auch das war für sie zu Beginn nicht einfach, schreibt die Sängerin: "Die Kneipenkultur war mir fremd, ich verstand nicht, dass es als unschicklich galt, seinen Ehrgeiz offen zu zeigen." Doch dann habe sie England, den britischen Humor, den klebrigen Pudding und das englische Landleben lieben gelernt.

Wieder ein Jahrzehnt später ist Madonna zurück in New York und mit ihrem jetzigen Leben im Einklang. Sie habe begonnen, Filme zu drehen, baue Mädchenschulen in islamischen Ländern und befasse sich mit dem Koran. "Ich denke, es ist wichtig, alle heiligen Bücher zu studieren", schreibt der 55-jährige Weltstar. "Wie mein Freund Yaman mir immer sagt: Ein guter Muslim ist ein guter Jude, und ein guter Jude ist ein guter Christ und so weiter". Sie fügt hinzu: "Da kann ich ihm nur recht geben."

jus/AFP

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.