"Magic" Johnson über Aids: "Diese Krankheit kann man nicht allein besiegen"

Seit seinem Rücktritt vom Profisport ist "Magic" Johnson einer der prominentesten Kämpfer gegen Aids. Nun stellte der frühere Basketballer in den USA einen neuen HIV-Schnelltest vor. Seiner Familie dankte er für die Unterstützung im Umgang mit der eigenen Infektion.

Earvin Johnson: "Magic" Fotos
Getty Images

New York - Der frühere Basketball-Star Earvin "Magic" Johnson ist einer der berühmtesten Anti-Aids-Aktivisten der Welt. 1991 machte er seine HIV-Infektion auf einer Pressekonferenz öffentlich - und 21 Jahre später ist die Krankheit Aids noch immer nicht ausgebrochen.

Am Mittwoch stellte er in New York einen neuen HIV-Schnelltest für Zuhause vor, der nun in den USA in den Handel kommt. Der Kampf gegen die Krankheit habe seine Familie enger zusammengebracht, sagte Johnson dem "People"-Magazin. Seine Frau Earlitha "Cookie" Kelly und seine drei Kinder würden ihm Kraft geben. "Sie stellen sicher, dass ich alles richtig mache", sagte Johnson. Sie würden ihn ständig fragen: "Nimmst du deine Medizin? Machst du deinen Sport? Ernährst du dich gut?"

Seit 21 Jahren nehme er täglich drei Medikamente. Gemeinsam mit seiner positiven Einstellung und regelmäßigem Work-out seien sie der Grund für seine Gesundheit. Bei allem Fleiß sei die Unterstützung seiner Familie entscheidend. "Niemand kann diese Krankheit allein besiegen", sagt er. "Man braucht Unterstützer, denen man sich anvertrauen kann."

"Magic" Johnson gilt als einer der besten Basketballer der Geschichte. In den Achtzigern gewann er mit den Los Angeles Lakers fünfmal die Meisterschaft in der nordamerikanischen Profiliga NBA und lieferte sich historische Duelle mit Larry Bird von den Boston Celtics. Mit der Bekanntmachung seiner HIV-Infektion beendete Johnson im November 1991 seine NBA-Karriere. Ein Jahr später gewann er gemeinsam mit Bird und Michael Jordan im "Dream Team" der USA Olympiagold in Barcelona. Heute ist Johnson ein erfolgreicher Geschäftsmann und arbeitet als TV-Kommentator bei Basketballspielen.

hut

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