Hamburg - Die Fußball-Weltmeisterschaft 1986 liegt nun schon einige Jahre zurück, doch mindestens ein Moment ist bis heute unvergessen: Diego Maradona trat damals mit der argentinischen Mannschaft gegen England an - und erzielte ein Tor mit der Hand. Das wollte er damals allerdings noch nicht zugeben und fand die legendäre Umschreibung von der "Hand Gottes", die mit im Spiel gewesen sei.
Inzwischen ist der 51-jährige Maradona zwar als Trainer der argentinischen Nationalmannschaft gescheitert. Er gilt aber nach wie vor als einer der besten Fußballer der Geschichte. Nicht immer zur Freude seiner Tochter Dalma.
Trotz ihrer Karriere als Schauspielerin könne sie sich nicht aus dem Schatten ihres übermächtigen Vaters lösen, sagte die 25-Jährige dem Magazin "Neon". Viele Menschen würden sie auffordern: "Grüß bitte Gott von mir!" Sie entgegne dann immer: "Wen?" Einmal sei sie in der Disco mit folgenden Worten angesprochen worden: "Darf ich dich anfassen? Du bist ein Spermium Gottes."
Für sie sei Diego Maradona schlicht ihr Vater. "Auch wenn ich einsehe, dass das, was er als Fußballer auf dem Platz geleistet hat, vielleicht ein bisschen übernatürlich war", sagte Dalma Maradona.
Wenig übernatürlich verhalte sich ihr Vater allerdings beim Fußballspielen mit dem Sohn seiner zweiten Tochter. Da sei er eher albern und kindisch, sagte Dalma Maradona. "Wenn er mit seinem dreijährigen Enkel Fußball spielt, kämpft er um jeden Ball. Er versteht einfach nicht, dass er den Kleinen mal gewinnen lassen muss."
aar/dpa
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