Unglück in München Margot Werner ist tot

Die Sängerin und Tänzerin Margot Werner ist in München gestorben. Sie stürzte aus dem dritten Stock einer Klinik und erlag ihren Verletzungen. Sie wurde 74 Jahre alt.

dapd

München - In den siebziger Jahren feierte sie Erfolge auf deutschen und internationalen Bühnen, nun ist Margot Werner tot. Die Sängerin und Entertainerin starb im Alter von 74 Jahren in München. Sie sei am Sonntag bei einem Unfall ums Leben gekommen, berichtete die Polizei, zuvor war vom Montag die Rede gewesen. Bei ihrem Tod handele es sich um einen "Unglücksfall im familiären Bereich".

Wie ein Krankenhaussprecher mitteilte, stürzte die österreichische Sängerin aus dem dritten Stock des Münchner Klinikums Bogenhausen. Werner sei dort Patientin in der neurologischen Abteilung gewesen. Die genauen Umstände des Sturzes sind noch unklar. "Das Einzige, was gesagt werden kann: Dass Fremdverschulden ausgeschlossen werden kann", sagte der Sprecher.

Werner kam 1937 in Salzburg zur Welt. Als 17-Jährige wurde sie Mitglied des Balletts der Bayerischen Staatsoper München - und dort später zur Primaballerina. Sie trat in der Münchner "Lach und Schießgesellschaft" auf und stand in der "Dreigroschenoper" im Staatsschauspiel auf der Bühne. Die Künstlerin war zudem in zahlreichen Fernsehshows als Tänzerin, Sängerin und Entertainerin zu sehen. Einen ihrer größten Erfolge hatte sie mit dem Song "So ein Mann". Seit 1978 war Werner mit dem österreichischen Gastronomen Jochen Litt verheiratet.

"Es tut mir so leid", sagte Schlagersänger Roberto Blanco am Dienstag. Werner sei eine "großartige Sängerin und Tänzerin" sowie eine "liebe Kollegin" gewesen, mit der er häufig zusammengearbeitet habe. Musikproduzent Abi Ofarim, der wesentlichen Anteil an Werners Karriere als Chansonsängerin hatte, bezeichnete sie als ein "Riesentalent auf der Bühne". Werner sei die "größte Persönlichkeit" gewesen, die er produziert habe.

aar/dpa/dapd/AFP



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martineden 03.07.2012
1. Ruhe in Frieden
Ihre Konzerte waren gekonnt dargebrachter Edeltrash und um Klassen besser als so manch hochkulturelle Veranstaltung. Ihr einstiger Tanzpartner Heinz Bosl war einer der ersten populären AIDS-Opfer hier zu Lande und dass Sie ihn bis zum Tod begleitete, machte sie - neben ihrem schwülstig-divaesken Musikstil - zur Gayikone. Ihr Vermögen hatte sie in den letzten Jahren durch ein fehlgeschlagenes Hotelprojekt verloren, vielleicht mit ein Grund für ihr jetzt so überraschendes Ende. "Und für jeden kommt der Tag" hieß bezeichnenderweise ihr erster Hit...
Steinwald 03.07.2012
2.
Klar, RIP, aber wer soll das sein? Naja. Danke für die Info jedenfalls.
Rubeanus 03.07.2012
3.
Dieses Forum sollte am besten sofort geschlossen werden, bevor es zu den allfälligen, unpassenden Kommentaren kommt.
fiutare 03.07.2012
4.
Zitat von SteinwaldKlar, RIP, aber wer soll das sein? Naja. Danke für die Info jedenfalls.
Wer lässt bitte so einen Kommentar durch?
panzerknacker51, 03.07.2012
5. Über Tote nichts schlechtes
Wenn SpOn jetzt allerdings über alle "Künstler" dieser Kategorie Nachrufe fabrizieren sollte, können wir uns über eine wahre Flut freuen. Der gerade auch angesprochene Hit "So ein Mann" war schon Geschmackssache, fürs Tanzen hatte sie erklärtermaßen ein eher unvorteilhaftes Gardemaß, welches sie für die höheren Weihen eher nicht geeignet erscheinen ließ. Immerhin, für rauchigen Gesang und Musicalgetanze auf St.Pauli-Theater-Niveau langte es allemal. Gleichwohl war sie natürlich eine Größe in der Münchener BussiLodenAdabei-Szene; ein eigenartiges Biotop der sich gegenseitig hochjubelnden Selbsterhöhungsclaqueure (Ofarim wurde ja auch erwähnt). Daß ein Vertreter dieses Genres nach zuletzt wohl wirtschaftlich eher mißlungenen Aktionen aus dem Fenster fallen muß, stimmt dennoch nachdenklich und traurig. RIP
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