Schauspielerin Maria Furtwängler "Diktat von Sexyness"

Die Erwartung, sich schminken und schön anziehen zu müssen: Unter dieser Form des Sexismus leidet auch Maria Furtwängler. Im Alltag bereitet das der Schauspielerin Probleme.

DPA

Über Geschlechterrollen wird derzeit viel diskutiert: Die "metoo"-Debatte über sexuelle Übergriffe hat sich längst zu einer Debatte über Alltagssexismus entwickelt. Ein Phänomen, unter dem auch "Tatort"-Schauspielerin Maria Furtwängler zu kämpfen hat.

"Auf dem roten Teppich trage ich ein Kleid, das vielleicht zwickt oder in dem ich friere. Ich frage mich bisweilen: Warum tue ich das nur?", sagte die 51-Jährige in einem Interview der "Bild"-Zeitung. "Weil auch ich mich dem Diktat von Sexyness und Attraktivität unterwerfe. Ich bin darin gefangen und finde selbst als eine sehr bewusst lebende Frau dafür keine Lösung."

Dabei setzt sich Furtwängler, die seit 2002 als Kommissarin Charlotte Lindholm im ARD-"Tatort" ermittelt, bereits seit Langem für Gleichberechtigung ein. "Generell gibt es weniger weibliche Hauptfiguren als männliche", hatte sie im Sommer dem SPIEGEL gesagt.

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Sexismus: Maria Furtwängler und das erwartete Kleid

"Eine Form von Missachtung ist auch, dass ältere Frauen so gut wie gar nicht vorkommen, die verschwinden irgendwo im TV-Bermudadreieck", kritisierte sie. Furtwängler hatte mit ihrer Stiftung MaLisa eine Auswertung von mehr als 3500 Stunden TV-Programm sowie 800 Kinofilmen angestoßen.

"Tatort"-Kommissarin Maria Furtwängler

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