Marion Cotillard: Pudding als Oscar-Ersatz

Auszeichnung für Cotillard: Es ist ein Pudding! Fotos
DPA

Bei den Oscar-Nominierungen wurde Marion Cotillard übergangen, nun kann sie sich mit Pudding trösten: Harvard-Studenten kürten sie zur "Frau des Jahres". Und Cotillard feierte, wie es bei den Oscars unvorstellbar wäre - im Schlabberlook an der Seite von Männern in Frauenklamotten.

Cambridge - Sie kam im grauen Schlabberpulli, sparte sichtbar am Make-up und gab sich beim Frisieren keine Mühe - und doch wirkte Marion Cotillard wie der glücklichste Mensch der Welt. Sie lachte herzhaft, zog Grimassen, riss die Hände jubelnd in die Höhe: Die Theatergruppe der Eliteuniversität Harvard hat Cotillard zur "Frau des Jahres" gewählt.

Jährlich verleihen die Studenten zwei Künstlern den "Hasty Pudding"-Preis. In diesem Jahr durfte Cotillard den goldfarbenen Puddingtopf entgegennehmen. Wer zum "Mann des Jahres" ernannt wird, soll in Kürze bekanntwerden, die Feier ist für den 8. Februar geplant.

Neben der Preisverleihung stand für Cotillard noch eine Parade über den Harvard Square in Cambridge auf dem Programm - und zwar in besonderer Begleitung. Die 37-Jährige wurde von Männern in schrillen Frauenkleidern flankiert - samt Glitzer-Make-up und Perücken.

Seit ihrem Oscar-Gewinn 2008 für ihre Rolle als Sängerin Edith Piaf in "La vie en rose" spielte Cotillard in Filmen wie "Inception", "Midnight in Paris", "Contagion" und "The Dark Knight Rises" mit. In ihrem neuen Kinofilm "Der Geschmack von Rost und Knochen" ist sie als Frau zu sehen, die bei einem Unfall beide Beine verliert. Für den Part waren ihr ursprünglich hohe Chancen auf eine Oscar-Nominierung eingeräumt worden. Doch die Academy überging Cotillard.

Nun kann sie sich immerhin über ihre Puddingschüssel freuen. Zwar ist die Auszeichnung längst nicht so renommiert wie ein Oscar oder ein Golden Globe - dafür ist die Harvard-Feier aber deutlich origineller als die traditionellen Veranstaltungen.

Die "Hasty Pudding"-Auszeichnung wird seit den fünfziger Jahren von der Theatergruppe der Universität für "bleibende und beeindruckende Beiträge in der Welt des Entertainments" verliehen - mit einem deutlichen Augenzwinkern. Benannt ist die Truppe nach einem beliebten Getreidebrei, folglich ist die von ihr vergebene Trophäe eine Puddingschüssel.

Im vergangenen Jahr gewannen Claire Danes und Jason Segel den Preis, 2011 waren Julianne Moore und Jay Leno die Sieger.

aar/dpa

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1. Marion Cotillard
Tom Joad 01.02.2013
Marion Cotillard ist eine großartige Schauspielerin. Wer sie als Edith Piaf gesehen hat, wird sich vielleicht genauso wie ich gewundert haben, wie eine so schöne Frau so hässlich wirken kann. Sie hat in vielen ihrer Rollen eine unglaublich intensive Ausstrahlung.
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