Ex-Gouverneur Sanfords Verlobung "Glücklich und aufgeregt"

Die Enthüllung der Affäre wurde für Mark Sanford zum Debakel: Er sei wandern gewesen, hieß es. In Wahrheit besuchte der damalige Gouverneur von South Carolina in Argentinien seine Geliebte. Auf einer peinlichen Pressekonferenz gab er alles zu. Nun hat er sich mit der Frau verlobt.

REUTERS

Hamburg - Mark Sanford war dann mal weg. Mehrere Tage blieb der Gouverneur von South Carolina im Sommer 2009 verschwunden, angeblich wanderte er auf dem Appalachian Trail im Osten der USA. Der Republikaner war für niemanden zu erreichen, auch seine Sicherheitsleute wussten nicht, wo er steckte. Zum Vatertag meldete er sich nicht bei seiner Familie.

Wie sich herausstellen sollte, war Sanford nicht wandern, sondern bei seiner Geliebten Maria Belen Chapur in Argentinien. Und das musste er nach seiner Rückkehr auf einer peinlichen Pressekonferenz auch zugeben. Der Flughafen der Landeshauptstadt Columbia veröffentlichte Terminal-Fotos von Sanford vor dem Abflug nach Argentinien.

Seine politischen Ambitionen konnte der Konservative nach dieser Enthüllung vergessen. Der vierfache Familienvater galt zuvor als aussichtsreicher Bewerber der Republikaner für die Präsidentschaftswahl 2012.

Nun hat Sanford, dessen Amtszeit als Gouverneur 2011 endete, Chapur einen Antrag gemacht. Das bestätigte er dem Sender CNN. Seine Ehe war nach 20 Jahren 2011 geschieden worden. Chapur sei seine Seelenverwandte, hatte er schon nach dem Auffliegen der Affäre geschwärmt. Er sei glücklich und aufgeregt, teilte Sanford nun mit. Seine besten Freunde hätten Chapur inzwischen kennengelernt und seien sehr angetan.

hut/AP



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