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Neuer Clip von Maroon 5: Ein Video zum Fürchten

Ein Stalker verfolgt eine junge Frau, dringt in ihre Wohnung ein, singt von Beute und Jagd: Die Band Maroon 5 wird für ihr neues Video "Animals" scharf kritisiert. Hauptdarsteller in dem Clip sind Sänger Adam Levine und seine Frau.

Ehepaar: Adam Levine und Behati Prinsloo Fotos
AP

Hamburg - Auch schlechte PR ist gute PR, heißt es. Und sicher haben die Jungs von Maroon 5 gewusst, dass ihr neues Video zum Song "Animals" Aufsehen erregen würde. Aber "Aufsehen erregen" ist in diesem Fall untertrieben: Die Band muss sich für den Song und das Video scharfe Kritik gefallen lassen.

In dem Clip spielt Frontmann Adam Levine einen unheimlichen Stalker, der eine schöne Frau beobachtet und verfolgt, sogar in ihre Wohnung eindringt, während sie schläft. Zwischendurch ist zu sehen, wie die beiden in einer Sequenz, die sich der Hauptdarsteller offenbar ausmalt, Sex haben und von Blut überschüttet werden. Dass die Frau in dem Video von Levines Partnerin Behati Prinsloo gespielt wird, macht es nicht besser.

Dazu singt Levine Zeilen wie diese: "Baby, I'm preying you tonight. Hunt you down, eat you alive" ("Baby, ich erbeute dich heute Nacht, jage dich, verschlinge dich bei lebendigem Leib").

Der Clip sei mehr als nur verstörend, teilte die US-Frauenrechtsgruppe Rape, Abuse & Incest National Network laut "Daily Mail" mit. "Das ist eine gefährliche Darstellung einer Stalker-Fantasie - und niemand sollte den kriminellem Akt des Stalkings mit Romantik verwechseln."

Das National Sexual Violence Resource Center, eine weitere US-Bürgerrechtsgruppe, warf Levine laut "TMZ" vor, seine Frau wie ein Stück Fleisch zu behandeln. Tatsächlich ist in dem Video auch zu sehen, wie Levine mit blutigen Händen gegen Rinderhälften boxt.

Das Video beleidige jede Frau, urteilt der "Guardian". "Maroon 5 denken bestimmt, sie hätten Grenzen ausgetestet." Aber es sei nichts alternativ daran, zu zeigen, wie Frauen gestalked, vergewaltigt oder getötet werden. "Weil es jeden verdammten Tag geschieht."

Die Band zeigt das Video auf ihrer eigenen Homepage. In Deutschland lässt es sich aus rechtlichen Gründen jedoch nicht abspielen.

hut

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