Karpfen geangelt Marteria zahlt Geldbuße wegen Fischquälerei

Ein YouTube-Video dokumentiert die Tat: Marteria angelte einen Karpfen und setzte ihn wieder aus. Dafür hat der Rapper nun ein Bußgeld beglichen.

Rapper Marteria (Archiv)
DPA

Rapper Marteria (Archiv)


Rapper Marteria wurde wegen Fischquälerei angezeigt. Nun hat er ein Bußgeld von 5000 Euro für die umstrittene Aktion gezahlt.

Der Musiker hatte einen Karpfen geangelt und dann wieder in den See gesetzt. Die Tierrechtsorganisation Peta zeigte den Rostocker deshalb im Juni 2017 an. Marteria hatte mit dem Fang posiert und ihn dann wieder ausgesetzt.

Der Vorgang ist auch als "Catch and release" (Fangen und freilassen) bekannt. Marteria veröffentlichte ein Video seiner Aktion mit dem Titel "One Night in Würzburg" auf YouTube.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Würzburg bestätigte, dass ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz nach der Zahlung eingestellt worden sei. Der Musiker habe dem Fisch "erhebliche, anhaltende Schmerzen und Leiden" zugefügt.

Tanja Breining von Peta teilte mit, "Catch and release" bedeute für Fische enormen Stress und Verletzungen - "viele der so traumatisierten Tiere sterben infolge dieser Tortur".

Marteria, der mit bürgerlichem Namen Marten Laciny heißt, ist ein passionierter Angler. Ein Sprecher seines Managements teilte mit, der Künstler sei derzeit auf Reisen und stehe daher für einen Kommentar nicht zur Verfügung.

brt/dpa



insgesamt 63 Beiträge
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henrikw 02.02.2018
1.
völlig krank (und das bezieht sich nicht auf catch and release)
Preppy 02.02.2018
2. Fragwürdiges Gesetz
Es ist und bleibt letztlich ein fragwürdiges Gesetz: - Hätte er den Fisch getötet, statt in wieder freizulassen, wäre es völlig okay gewesen - Wäre der Fisch ein Jungtier gewesen, das noch nicht die Mindestgrösse für diese Fischart erreicht hätte, wäre es völlig okay gewesen - selbst wenn er einen Fisch geangelt hätte, der für den Verzehr völlig ungeeignet ist, hätte er ihn aus "Tierschutzgründen" töten (oder anderweitig "verwenden") müssen, statt ihn einfach lebendig zurückzusetzen Tierschutz ist sinnvoll und wichtig - aber speziell beim Angeln (wo man nicht weiss, was da gerade für ein Fisch anbeisst) treibt er leider auch seltsame, manchmal geradezu absurde Blüten, die der eigentlichen Intention des Tierschutzes komplett widersprechen.
pleromax 02.02.2018
3. Hätte er ihn totgeschlagen und aufgefuttert
Hätte er ihn totgeschlagen und aufgefuttert, wäre das nicht passiert. Das nennt man angeln. Dazu kann man stehen, wie man will, aber illegal ist es - bei Beachtung der geltenden Vorschriften - nicht. Ist es etwa das, was PETA wollte?
Chilango 02.02.2018
4. :d
Werden denn jetzt auch Kinder verklagt die mit Fliegen oder Käfern spielen? Deutschland wird immer absurder
Onkel Drops 02.02.2018
5. geltendes Recht? also rausholen, tothauen und dann is alles ok?
wen ein Fisch am Haken hängt und nach dem anlanden nicht die richtige Größe hat muss man ihn zurücksetzen. manche Fische beißen selbst auf nicht typische Haken/Köder ! der Besitz des Angel Scheins interessiert den Graskarpfen nicht wenn er einem die Weißfischrute zerbricht. dieses ist ja nicht mit der Jagd zu vergleichen wo man sich das Opfertier erstmal per Fernglas aussucht. ihm dann das Hirn wegknallt und den halben Wald aufschreckt. klagt die PETA da? leise erschießen ist dem deutschen Jäger untersagt - Pfeile oder Schalldämpfer sind dort verboten... und alte Herren sitzen lieber beim Glühwein im Hochsitz statt wie früher Fährten zu lesen und ein Wild noch selbst zu stellen auf kurzer Distanz.
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