"Hot 100"-Liste: Und auf Platz 69 - niemand

"Maxim"-Liste: Ranking mit Lücke Fotos
REUTERS

Kann eine imaginäre Frau Sex-Appeal haben? Ja, meinen die Leser einer Zeitschrift - sogar mehr als Zooey Deschanel oder Jessica Chastain. Für Platz eins auf der Liste reichte es allerdings für die fiktive Schönheit nicht. Dort landete ein ehemaliger Kinderstar.

Los Angeles - Manche Männer bilden sich wohl gerne ein, Frauen auf Listen wie "Sexiest Woman Alive" oder "Hot 100" seien ihre Freundinnen. Einige der Schönheiten mögen auch eingebildet, also hochnäsig sein. Aber so richtig eingebildet, im Sinne von: imaginär, nur vorgestellt, nicht real? Dass so jemand es in ein derartiges Ranking schafft, darf als ungewöhnlich gelten.

Genau das ist nun geschehen. "Maxim" hat seine "Hot 100"-Liste veröffentlicht. Und auf Platz 69 findet sich die imaginäre Freundin von Footballspieler Manti Te'o. Die fiktive Person habe "viele großartige Qualitäten", schreibt die Zeitschrift, unter anderem sehe sie super in einem Bikini aus.

Te'os Geschichte machte in den USA vor einigen Monaten Schlagzeilen. Te'o, damals noch Student, inzwischen Profispieler, hatte die Nation gerührt. Im September 2012 wurde bekannt, seine 72-jährige Großmutter Annette Santiago sei tot. Wenige Stunden darauf wurde ihm mitgeteilt, seine Freundin Lennay Kekua sei an Leukämie gestorben.

Der Tod der Großmutter stimmte, der Tod der Freundin nicht - denn die gab es gar nicht. Sie war die Erfindung eines jungen Mannes, der sich online als Kekua ausgab; nach Bekanntwerden der Geschichte stand Te'o als allzu gutgläubiger Trottel da, der jahrelang mit einer nicht existenten Person eine Beziehung führte.

Auch bei den "Maxim"-Lesern ist Lennay Kekua ziemlich beliebt. So viel Humor hätte man ihnen gar nicht zugetraut. Was die Platzierung der imaginären Person für leibhaftige Promis wie Zooey Deschanel (Platz 95) oder Jessica Chastain (Platz 72) bedeutet, mag jeder für sich entscheiden.

Platz eins auf der Liste legt im Übrigen nahe, dass einstige "Hannah Montana"-Fans inzwischen zu "Maxim"-Lesern geworden sind. Miley Cyrus, früher familien- und kleinkindertaugliches Sternchen, landete im Ranking ganz oben. Man muss der Leserschaft fast schon dankbar sein, dass sie nicht schon wieder Mila Kunis auf Platz eins wählten, wie es bei der Konkurrenz von "Esquire" und "FHM" der Fall gewesen war. Viel fehlte allerdings nicht: Kunis landete auf Rang vier.

ulz/dpa

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