Sexuelle Belästigung Weltweites Echo auf Alyssa Milanos Tweet

Alyssa Milano rief - und Hunderttausende folgten. Die Schauspielerin hat Twitter-Nutzerinnen aufgefordert, den Hashtag #Metoo zu nutzen, wenn sie sexuelle Übergriffe erlebt haben. Unzählige Frauen haben geantwortet.

Alyssa Milano (Archiv)
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Alyssa Milano (Archiv)


Jede Antwort ist eine zu viel. Und trotzdem wichtig. Die Schauspielerin Alyssa Milano hat Twitter-Nutzerinnen dazu aufgerufen, mit "Me too" zu antworten ("Ich auch"), wenn sie Opfer sexueller Übergriffe geworden sind.

Hunderttausende Frauen auf der ganzen Welt machten bei der Aktion mit - und zeigen so, dass sexuelle Belästigung nicht nur in Hollywood und nicht erst seit dem Skandal um Harvey Weinstein ein großes Problem ist.

Neben Alyssa Milano haben sich unzählige andere Promis geäußert. Etwa Evan Rachel Wood. Die Schauspielerin schreibt in dem Tweet über ihre Vergewaltigung, die 2016 öffentlich wurde - und was danach passierte.

Auch in Frankreich äußern sich Frauen - mit den Worten #balancetonporc ("Verpfeif' das Schwein"). Brigitte Macron, die Ehefrau von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, begrüßte die Debatte. Sie sei froh, dass sich die Frauen äußerten. "Vielleicht wird damit aus einer schlechten Sache doch noch etwas Gutes", sagte sie.

Elle-Awards in Hollywood: "99 Prozent der Frauen hier wurden belästigt oder vergewaltigt!"

Nicht nur Frauen, auch Männer kommentierten das Thema in dem sozialen Netzwerk. Dieser Nutzer aus Los Angeles drückt aus, dass er die vielen Statements würdigt - und ruft Männer zu anderem Verhalten auf.

Eine Journalistin aus New York schrieb in einer Serie von Tweets auf, wie sich Männer verhalten können, wenn sie Frauen unterstützen wollen.

Viele deutsche Nutzerinnen äußern sich ebenfalls - auch kritisch gegenüber Hashtag-Debatten.

Wie schwer es ist, im Internet über Sexismus zu diskutieren, beschreibt auch die Feministin Anne Wizorek, die einst die #Aufschrei-Debatte auslöste.

jpz/eho



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