Trauzeremonie in Windsor Meghan Markle will nicht gehorsam sein

Die Amerikanerin Meghan Marle wird das Könighaus umkrempeln, so die Prognose. Schon bei der Trauung gibt es darauf einen Vorgeschmack.

Meghan Markle (am Freitag)
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Meghan Markle (am Freitag)


Um 13 Uhr deutscher Zeit beginnt der Hochzeitsgottesdienst in der St.-George's-Kapelle - und schon jetzt sind viele Details bekannt: Der Gottesdienst mischt laut dem offiziellen Programm Tradition mit ein wenig Moderne.

Unter anderem soll ein Gospelchor den Sechzigerjahre-Hit "Stand by me" des 2015 gestorbenen US-Musikers Ben E. King singen. Zudem wird die Braut in einem Detail von Traditionen abweichen: Meghan Markle werde Prinz Harry keinen "Gehorsam" versprechen, hieß es. Die Trauung werde zudem in einem nicht allzu altertümlichen Englisch abgehalten.

  • Die ersten Gäste waren gegen 10.30 Uhr deutscher Zeit an Schloss Windsor angekommen - unter anderem Golden-Globe-Preisträger Idris Elba, die US-Moderatorin Oprah Winfrey und Chelsy Davy, mit der Harry mehrere Jahre lang liiert war.
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  • Später trudelten immer mehr Weltstars ein: Elton John, David und Victoria Beckham, George und Amal Clooney, Serena Williams und James Corden. Auch Darsteller aus der TV-Serie "Suits", aus der Meghan Markle zuletzt ausgeschieden waren, gehören zu den geladenen Gästen.
  • Auch Angehörige des Brautpaars kamen in der George's-Kapelle an, etwa die Familie von Herzogin Kate - inklusive deren Schwester Pippa Middleton. Zu den Gästen zählt auch Charles Spencer, der Bruder von Harrys verstorbener Mutter Diana.
  • Gegen 12.15 waren erste Bilder von der Ankunft von Mitgliedern des Königshauses zu sehen. Auch Meghan Markle und ihre Mutter Doria Ragland machten sich in einem dunklen Rolls-Royce auf den Weg zum Schloss. Prinz Harry, der zu Fuß an der Seite seines Bruders und Trauzeugen William kam, trägt eine dunkle Gala-Uniform.
  • Am Morgen war bekannt geworden, welchen offiziellen Adelstitel Königin Elizabeth II. dem Brautpaar verliehen hat: Prinz Henry von Wales, wie Harrys offizieller Titel lautet, ist künftig auch Herzog von Sussex, Graf von Dumbarton und Baron Kilkeel. Meghan Markle schmückt künftig der Titel "Ihre königliche Hoheit die Herzogin von Sussex".

Der Beginn der Hochzeitszeremonie war für 13 Uhr deutscher Zeit angesetzt, insgesamt ist in der St.-George's-Kapelle Platz für etwa 600 Gäste. Die Trauung übernimmt Justin Welby, Erzbischof von Canterbury. Nach der Trauung sollen Prinz Harry und Meghan Markle in einer offenen Ascot-Landau-Kutsche durch Windsor fahren.

mxw/Reuters/dpa

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romeov 19.05.2018
1. Frau im Spiegel
als ich Teenager war lasen meine Tanten immer die "Frau im Spiegel". Das diese Klatsch und Tratsch-Themen heute immer noch interessieren finde ich lustig und dass der Spiegel da auch noch voll mitmischt ist aber schon etwas desillusionierend. Vor allem warte ich aber gespannt darauf, was das Teenager-Medium "Bento" dazu zu sagen hat.
conocedor 19.05.2018
2. Ich bin hin- und hergerissen
Einerseits kann es im Interesse des Königshaus-Renommees nur gut sein, wenn der zweitgeborene Prinz nun seinem älteren Bruder nachfolgt und den gottgefälligen Weg einer soliden Ehe mit hoffentlich vielen blaublütigen Nachfolgern wählt. Andererseits liegt auch da das große Problem. Wieder wird mit der Einheirat einer Person aus niederem Stande und bürgerlich-proletarischer Herkunft die Kette der schrecklichem Mesalliancen weitergeknüpft, die schon mit der damaligen Verwirrtheit des Thronfolger Karl begann, die unbedarft-berechnende Diana Spencer in die royale Familie einzuführen. Nun also eine gewisse Meghan Markle- die als Schauspielerin eine alles andere als standesgemäße Profession mitbringt, der es behufs ihrer Herkunft aus den sittlich verlotterten ehemaligen britischen Kolonialgebieten in Nordamerika an Etikette und Umgangsformen gebricht und die zudem wohl ganz sicher auch nicht unbefleckt in die Ehe mit dem Bruder des künftigen Königs geht. Schlimm auch, dass die Sensationsgier des gemeinen europäischen Fernsehpöbels durch die Medien noch befeuert und die Hochzeit samt der Teilnahme gekrönter Häupter und wichtiger Personen edlen Geblüts so zu einem profanen kommerziellen Event erniedrigt wird. Es bleibt zu hoffen, dass der Ruf des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha mitsamt seiner Regentin Elisabeth Alexandra Maria trotz der widrigen Umstände, und dazu zählt auch die an sich unverständliche Teilnahme von Geräuschmusikern zweifelhafter Provenience wie Ed Sheeran oder prekariativen Ballsportlern wie David Beckham an den Feierlichkeiten, keinen dauerhaften Schaden im europäischen Hochadel nimmt.
wi_hartmann@t-online.de 19.05.2018
3. Affentheater
Welch ein Schauspiel, Extrunkenbold heiratet Starlet einer US- Fernsehserie. Der zur Schau gestellte Pomp basiert auf Ausplünderung von Völkern der vergangenen Jahrhunderte.
OlLö 19.05.2018
4. @2
Was für ein Kommentar, köstlich!
marialeidenberg 19.05.2018
5. Wenn sie sich da mal nicht geschnitten hat.
Die Windsors sind härter als dieser social climber sich vorstellen kann. Sie werden sie so lange im Regen stehen lassen bis sie angepasst oder draußen ist. Diana - obwohl immer wieder anders behauptet - hat es nicht geschafft mit ihrem eigenen 'Pricess-of-hears'-Weg, Sarah Ferguson schon gar nicht. Eine berühmte Vorläuferin gibt es allerdings: Wallis, Amerikanerin, geschieden, hat ihren Willen bekommen, jedoch nicht in England. Aber das ist ja schon laaange her.
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