Nierenbehandlung der First Lady Donald Trump spricht über "große Operation" seiner Frau

Donald Trump hat sich zur Nierenoperation seiner Frau Melania geäußert. Statt Spekulationen zu beenden, könnte er sie allerdings angeheizt haben.

Melania Trump
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Melania Trump


Melania Trumps Nieren-OP dauerte vier Stunden, und Ärzte haben der First Lady der USA empfohlen, nicht zu fliegen: Donald Trump hat sich zum Gesundheitszustand seiner Frau geäußert. Vor seinem Abflug zum G7-Gipfel in Kanada sagte Trump, seine Frau befinde sich im Weißen Haus. Sie habe ihn begleiten wollen, doch "die Ärzte sagen, dass sie einen Monat lang nicht fliegen kann. Sie hatte eine große Operation. Sie dauerte fast vier Stunden". Seiner Frau gehe es "großartig".

Sollte der Präsident die Absicht gehabt haben, mit seinen Aussagen Spekulationen zum Gesundheitszustand der First Lady zu beenden, dürfte ihm das misslungen sein. Das liegt auch daran, dass er über die OP in der Vergangenheit Dinge sagte, die sich als falsch herausstellten, wie die "New York Times" berichtet. Nach der OP sagte Trump, seine Frau werde in zwei oder drei Tagen wieder zu Hause sein - tatsächlich blieb sie fünf Tage im Krankenhaus.

Zudem waren mehrere von der "New York Times" und der Nachrichtenagentur AP befragte Nierenexperten darüber verwundert, dass der Präsident die Dauer der OP mit etwa vier Stunden angab. Möglicherweise habe er einfach Zeiträume vor und nach dem Eingriff hinzugerechnet, etwa die Narkose und die Aufwachphase. Und man dürfe davon ausgehen, dass die behandelnden Ärzte angesichts der Bedeutung der Patientin besonders gründlich und vorsichtig operiert hätten.

Auch dass die First Lady dem Präsidenten zufolge auf Anraten ihrer Ärzte nicht fliegen soll, löste Verwunderung aus. Wenn der Eingriff wie vom Weißen Haus angegeben komplikationsfrei verlaufen sei, spreche im Prinzip nichts gegen Flugreisen, sagten die Experten. Es sei allerdings möglich, dass Melania Trump geraten worden sei, in Washington zu bleiben, um für etwaige Nachbehandlungen verfügbar zu sein.

"Gutartiger Befund"

Melania Trump hatte sich Mitte Mai einem medizinischen Eingriff an den Nieren unterzogen und war fünf Nächte im Krankenhaus geblieben. Laut einer Stellungnahme ihres Büros handelte es sich um eine Embolisation, das ist der künstliche Verschluss eines Blutgefäßes. Dieses Verfahren wird vor allem in der Tumortherapie eingesetzt. In der Mitteilung ist von einem "gutartigen Befund" die Rede, es werden aber keine Einzelheiten genannt.

Auf Nachfrage sagte Melania Trumps Sprecherin Stephanie Grisham, die First Lady habe sich einer erfolgreichen Embolisation unterzogen. "Sie kann noch nicht wieder international reisen, und es geht ihr gut." Der "New York Times" teilte Grisham mit, die Embolisation sei der einzige Eingriff gewesen, dem sich Trump während des Krankenhausaufenthaltes unterzogen haben.

Wegen der Operation war Melania Trump längere Zeit nicht öffentlich aufgetreten. Das hatte Spekulationen befeuert - unter anderem wurde kolportiert, sie sei aus dem Weißen Haus ausgezogen.

Am 30. Mai schrieb die First Lady via Twitter: "Ich sehe, dass die Medien Überstunden machen, um darüber zu spekulieren, wo ich bin und was ich tue. Seid versichert, ich bin hier im Weißen Haus."

Es gehe ihr gut. Sie arbeite hart für das Wohl von Kindern und des amerikanischen Volkes. Am Montag absolvierte Melania Trump wieder einen öffentlichen Termin.

Melania ist die dritte Ehefrau Donald Trumps. Das Paar hat den gemeinsamen Sohn Barron, der inzwischen zwölf Jahre alt ist. Die First Lady hatte Anfang Mai ihre neue Kampagne "Be Best" zum Umgang von Kindern mit sozialen Medien vorgestellt.



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