Offizielles Porträt Gestatten, die First Lady

Melania Trump wurde schon zigtausendfach fotografiert - aber erst einmal für ihr offizielles Porträt als First Lady. Das Foto erinnert manche Betrachter an die Neunzigerjahre, andere an Bildbearbeitung.

DPA

Sie trägt einen schwarzen Blazer, hat die Arme vor dem Bauch verschränkt und blickt ernst in die Kamera: Das Weiße Haus hat das erste offizielle Porträt der First Lady Melania Trump veröffentlicht. Es zeigt die 46-Jährige im Amtssitz des Präsidenten in Washington.

"Ich fühle mich geehrt, in der Rolle der First Lady zu dienen, und freue mich darauf, in den kommenden Jahren im Namen des amerikanischen Volkes zu arbeiten", ließ Trump in einem Statement mitteilen. Auf der Website des Weißen Hauses wird Trump als Frau mit "Leidenschaft für Künste, Architektur, Design, Mode und Schönheit" vorgestellt.

Der Fotograf Benoit Mahaux hat die Aufnahme gemacht. Trump ist darauf in den Privaträumen der Präsidentenfamilie im zweiten Stock des Weißen Hauses zu sehen. "Ihr 15-Karat-Verlobungsring ist in der sonst schlichten Fotografie schwer zu übersehen", schreibt "People". Manche Betrachter mutmaßten, das Foto sei allzu offensichtlich retuschiert worden. Trumps Gesicht sehe allzu glatt und weichgezeichnet aus. Andere fühlten sich durch das Bild an Modefotos aus den Neunzigerjahren erinnert - die Zeit, als Trump selbst als Model arbeitete.

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Vereinzelt bemängelten Kritiker auch, dass Trump bislang nur sporadisch im Weißen Haus vorbeigeschaut habe. Bisher wohnt sie weiterhin im Trump Tower in New York, wo sie und ihr Sohn Barron neben dem Schutz des Secret Service auch den von Polizei und Feuerwehr genießen. Die Sicherheit der beiden kostet die Stadt nach Angaben von Polizeichef James O'Neill täglich bis zu 146.000 Dollar (137.000 Euro). Trump und Barron wollen erst nach Ende des Schuljahres im Juni nach Washington ziehen.

Die kritischen Stimmen zu Trumps Foto halten sich aber in Grenzen, insbesondere, wenn man den Vergleich zu Michelle Obama zieht, Trumps Vorgängerin als First Lady. Obama hatte - welch Skandal! - gewagt, auf ihrem ersten offiziellen Porträt 2009 ein ärmelloses Kleid anzuziehen. Zu viel nackte Haut, empörten sich selbsternannte Moralapostel. Beim zweiten Fototermin 2013 wählte Obama dann ein langärmliges Outfit.

ulz/dpa

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