#MissingMelania Die First Lady macht sich rar

Melania Trump ist schon länger nicht mehr öffentlich aufgetreten. Sie will ihren Mann nun auch nicht zu anstehenden Gipfeln begleiten. Das befeuert wilde Gerüchte.

REUTERS

Wo steckt die First Lady? In den USA wird darüber teils ernsthaft, teils mit viel Spaß an Häme seit Tagen spekuliert. Es gibt sogar eigens den Hashtag #MissingMelania. Der Grund für die Gerüchte: Die Präsidentengattin war seit drei Wochen nicht mehr öffentlich zu sehen. Sie scheint irgendwie abgetaucht zu sein.

Am 10. Mai hatte Melania Trump ihren letzten Auftritt, als sie auf einem Rollfeld heimkehrende Amerikaner willkommen hieß. Kurz darauf unterzog sie sich einer Operation, über die wenig bekannt ist. Danach wurde sie bei mehreren offiziellen Terminen vermisst.

Am Wochenende reiste sie nicht an der Seite des Gatten nach Camp David - und ließ sich damit eine wunderbare Foto-Gelegenheit entgehen. Auch beim Sport- und Fitnesstag zeigte sie sich nicht. Dabei gehört doch das zu ihrem Themenportfolio, und Donald Trump ist vielleicht nicht der naheliegendste Repräsentant für gesunde Ernährung und Sportlichkeit. Und dann noch das:

Fotostrecke

10  Bilder
Missing Melania: Gerüchte um die First Lady

Melania werde nicht mit zu den bevorstehenden Gipfeln nach Kanada und Singapur reisen, bestätigte ihre Sprecherin Stephanie Grisham jetzt. Das G7-Treffen wird Ende dieser Woche in Kanada stattfinden, 2017 waren die Trumps gemeinsam beim Gipfel auf Sizilien. Das Treffen mit Nordkorea soll am 12. Juni in Singapur sein.

Was steckt dahinter?

Am 14. Mai hatte sich Melania Trump zu einer Operation in ein Militärkrankenhaus begeben. Am 19. Mai wurde mitgeteilt, sie sei ins Weiße Haus zurückgekehrt. Dass eine First Lady danach so lange unsichtbar bleibt, ist ungewöhnlich. Eine naheliegende Begründung könnte sein, dass sich Melania Trump von ihrer OP erholt und dass diese womöglich schwerer war als bekannt.

Die Mitteilung des East Wing - dort arbeitet die First Lady - zu dem medizinischen Eingriff war sehr sachlich und recht sparsam. Eine Embolisation an den Nieren sei vorgenommen worden, der künstliche Verschluss eines Blutgefäßes. Dieses Verfahren wird vor allem in der Tumortherapie eingesetzt. In der offizielle Mitteilung tauchte das Wort "gutartig" auf, es wurden aber keine Einzelheiten genannt.

Möglicherweise möchte Melania Trump ihren Gesundheitszustand einfach für sich behalten. Die Öffentlichkeit hält das jedoch nicht von wilden Spekulationen ab, vor allem in sozialen Netzwerken:

Dabei geht es beispielsweise um Art und Verlauf der OP. Die Gerüchte reichen von "total schiefgegangen" bis "war doch eine Schönheits-OP, oder?" Es gibt auch noch ganz andere Fantasien: Melania Trump habe jetzt endgültig die Nase voll vom lieblosen Ehemann. Sie sei ausgezogen. Sie lebe bei den Obamas. Oder: Sie sei sowieso nur ein Alien gewesen, im Körper eines Menschen, ein Raumschiff habe sie zurückgeholt.

Es gibt fröhliche Mutmaßungen, lustige, abwegige und böse. Alle haben eins gemeinsam: Es gibt dafür keinerlei Belege. Melania Trump fühlte sich bereits bemüßigt, den Gerüchte ein Dementi entgegenzusetzen. Ihr letzter Tweet stammt vom 30. Mai.

"Ich sehe, dass die Medien Überstunden machen, um darüber zu spekulieren, wo ich bin und was ich tue. Seid versichert, ich bin hier im Weißen Haus." Es gehe ihr gut. Sie arbeite hart für das Wohl von Kindern und des amerikanischen Volkes. Falls das die Spekulationen eindämmen sollte: Bisher hat es nicht sehr gut funktioniert.

Möglicherweise kündigte ihre Sprecherin Grisham später im Gespräch mit dem Sender CNN deshalb noch an, dass Melania Trump am Montagabend (Ortszeit) im Weißen Haus bei einer Veranstaltung für Familien von Hinterbliebenen von Opfern des Irak-Kriegs auftreten werde.

fok/Martin Bialecki, dpa



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.