Met-Gala in New York Ein Abend für Lichtgestalten

Taylor Swift im Gladiatoren-Look. Zayn Malik als Ritter-Verschnitt. Karolina Kurkova als wandelnde Lichterkette. Bei der Met-Gala gab es reichlich Gelegenheit zur Frage: Was war das denn?

AFP

Das Metropolitan Museum und die Zeitschrift "Vogue" hatten eingeladen - und die Promis kamen, so viele wie sonst vielleicht nur noch zu den Oscars oder Grammys: Die Met-Gala in New York ist Highlight der Modesaison und Stelldichein der Stars gleichermaßen.

Das Motto lautete: "Manus x Machina: Mode im Zeitalter der Technologie". Böse Kommentatoren behaupteten, das habe Designern Gelegenheit gegeben, endlich mal alle Reste an Blech, Alufolie und Leuchtmitteln loszuwerden.

Zum Beispiel beim Kleid von Model Karolina Kurkova. Darin fanden sich neben viel Tüll auch 150 LED-Lichter. Die veränderten ihre Farbpalette - je nach Onlinesuchen und Social-Media-Äußerungen über das Modelabel Marchesa. Nebenbei, sagte Kurkova, hätten die Batterien des Outifts sie warm gehalten.

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Eine weitere Lichtgestalt war von "Homeland"-Schauspielerin Claire Danes. Die trug eine von unten beleuchtete Kreation von Zac Posen. Wie sehr das manche Beobachter verwirrte, kann man daran ablesen, dass sie Danes kurzzeitig für Heidi Klum hielten.

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Taylor Swift wurde zwar mit niemandem verwechselt, ihr Outfit aber deswegen nicht weniger stark diskutiert. Mit Schnürsandalen und einem silberfarbenen Louis-Vuitton-Kleid erinnerte sie manchen Modekritiker an eine Gladiatorin - und bot reichlich Gesprächsstoff. "Bin ich verrückt? Ich mag, wie Taylor Swift aussieht?", twitterte Mickey Boardman, Chef der Zeitschrift "Paper".

Das Blatt war in jüngster Vergangenheit vor allem dadurch bekannt geworden, ein Nacktfoto von Kim Kardashian aufs Titelblatt gehoben zu haben. Die war mit ihrem Mann Kanye West auch bei der Met-Gala. Beide trugen Balmain-Outfits, was mancherorts nur so mittelmäßig ankam. "Mehr hiervon, weniger Balmain", twitterte die Modejournalistin. Dazu zeigte sie Emma Watson (in Calvin Klein).

Über Zayn Maliks Outfit dürften sich Mittelalterfreunde gefreut haben. Über seinem schwarzen Anzug trug er Metallarmplatten, die an eine Ritterrüstung erinnerten. Via Twitter bedankte sich Malik bei Versace für sein Outfit.

In Sachen Beliebtheit kam es allerdings nicht an Beyoncés heran. Ganz gleich was sie trägt - seit 2004 ist ihr Outift laut Google Trends stets das meistgesuchte bei der Met-Gala.

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Gastgeberin des opulenten Events ist Anna Wintour, Chefredakteurin der US-"Vogue". Die Gala bringt dem Museum jedes Jahr Millionen ein, die komplett an das Kostüminstitut gehen.

Falls Sie lieber Ihr eigenes Urteil fällen mögen: Hier können Sie den Look des Abends wählen - und hier das beste Outfit aus vier Jahrzehnten Met-Gala.

ulz/Reuters



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