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Hollywood-Star Michael Douglas: Krebs kann durch Oralsex verursacht werden

Michael Douglas: Krebs durch Oralsex Fotos
AP

Ungewöhnlich offen gibt sich Kinostar Michael Douglas im Gespräch mit einer britischen Zeitung. Seine überstandene Krebserkrankung an der Zunge könne durch Rauchen oder Alkohol verursacht worden sein - aber auch durch Oralsex.

London/Berlin - Die Krebserkrankung von Hollywood-Star Michael Douglas könnte laut seinen eigenen Worten von Viren verursacht worden, die man sich beim Oralverkehr einfängt. Rauchen oder Alkohol seien nicht der Auslöser seiner Krebserkrankung gewesen, sagte der 68-Jährige der britischen Zeitung "The Guardian" (Online-Ausgabe).

"Denn ohne zu speziell werden zu wollen, dieser bestimmte Krebs wird von HPV verursacht, die tatsächlich beim Cunnilingus übertragen werden", sagte der Schauspieler. Tatsächlich können Humane Papillomaviren (HPV) nicht nur Gebärmutterhalskrebs auslösen. Sie seien auch die Hauptursache beispielsweise für Mandel- und Zungenkrebs, schrieb die Pathologin Margaret Stanley von der Universität Cambridge im August 2012 im Fachjournal "Nature".

Im Interview mit dem "Guardian" sagte Douglas, er habe sich damals zwar gefragt, ob der Stress durch die Haftstrafe für seinen Sohn womöglich die Krebserkrankung begünstigt habe. "Aber ja, es ist eine Geschlechtskrankheit, die Krebs verursacht."

Douglas berichtete in dem Interview, wie ein kanadischer Arzt im August 2010 den walnussgroßen Tumor an seiner Zungenwurzel fand. "Seinen Gesichtsausdruck dabei werde ich niemals vergessen", sagte der Schauspieler.

Ein Sprecher von Douglas dementierte aber am Montag, dass der Schauspieler Oralsex als Auslöser seiner Krebserkrankung bezeichnet habe. "Er hat nie gesagt, dass Cunnilingus die Ursache für seinen Krebs war", teilte Allen Burry in New York auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit. Douglas habe im Gespräch mit dem britischen "Guardian" über verschiedene Ursachen von Kehlkopfkrebs geredet. Dabei sei als mögliche Übertragung von Erregern auch Oralsex zur Sprache gekommen, so Burry. Der "Guardian" reagierte bisher nicht auf das Dementi.

Douglas hatte sich in der Folge einer Chemotherapie unterziehen müssen. Im Januar 2011 sagte er in einer Fernsehshow, dass er die Erkrankung besiegt habe.

rls/dpa

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