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Nach Skiunfall: Michael Schumacher setzt Reha zu Hause fort

Michael Schumacher hat die Klinik in Lausanne verlassen. Der ehemalige Formel-1-Rennfahrer werde seine Reha zu Hause fortsetzen, teilte seine Managerin mit.

Hamburg - Michael Schumachers Gesundheitszustand hat sich offenbar gebessert: Die Reha des siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters wird laut seiner Managerin Sabine Kehm "von nun an von zu Hause aus fortgeführt werden". Schumacher habe "in den vergangenen Wochen und Monaten der Schwere seiner Verletzung entsprechend Fortschritte gemacht, aber es liegt weiterhin ein langer und harter Weg vor ihm".

Kehm dankte zudem den Mitarbeitern der Uniklinik in Lausanne (CHUV): "Beim gesamten Team des CHUV Lausanne möchten wir uns für die intensive und kompetente Arbeit herzlich bedanken." Sie bat "auch weiterhin darum, die Privatsphäre der Familie Schumacher zu respektieren und auch von Spekulationen über Michaels Gesundheitszustand abzusehen".

Schumacher war Ende Dezember im französischen Skigebiet Méribel bei einem Sturz mit dem Kopf auf einen Felsen geprallt. Er erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und lag wochenlang im Koma. Am 16. Juni wurde bekannt, dass Schumacher zur Reha von der Universitätsklinik in Grenoble nach Lausanne gebracht wurde. Sein Management teilte damals mit, dass der frühere Rennfahrer nicht mehr im Koma liege und "seine lange Phase der Rehabilitation" fortsetzen werde.

Medienrummel um Schumacher

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Albertville hatten ergeben, dass Schumacher bei seinem Unfall drei bis sechs Meter neben der Piste gefahren war. Nach einigen Kurven stieß er gegen einen Stein, fiel nach vorne und schlug gegen einen Felsen. Sein Helm zersplitterte beim Aufprall. Die Staatsanwaltschaft war am Ende ihrer Ermittlungen zu der Erkenntnis gelangt, dass weder Schumacher selbst noch andere Personen eine Schuld an den verhängnisvollen Ereignissen treffe.

Die schwere Verletzung Schumachers hatte zu erheblichem Medienrummel geführt. Mehrfach hatte es Versuche gegeben, ins Krankenzimmer des Ex-Rennfahrers einzudringen. Zudem stahlen Diebe Teile seiner Krankenakte, die daraufhin Journalisten zum Kauf angeboten wurde. Die Ermittler nahmen einen Tatverdächtigen fest, der wenig später tot in seiner Zelle gefunden wurde.

mxw/sid/AFP/AP/dpa

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