Mitteilung der Managerin Michael Schumacher zeigt "Momente des Erwachens"

96 Tage nach seinem schweren Skiunfall zeigt Michael Schumacher "Momente des Bewusstseins und des Erwachens". Das teilt seine Managerin mit.

DPA

Grenoble - Michael Schumacher geht es offenbar besser. Der ehemalige Formel-1-Weltmeister mache "Fortschritte auf seinem Weg", teilte seine Managerin Sabine Kehm in Grenoble mit. Der 45-Jährige zeige "Momente des Bewusstseins und des Erwachens", heißt es in Kehms Statement. "Wir stehen ihm bei seinem langen und schweren Kampf zur Seite, gemeinsam mit dem Team des Krankenhauses in Grenoble, und wir bleiben zuversichtlich."

Kehm bedankte sich im Namen der Familie erneut "herzlich für die ungebrochene Anteilnahme". Zugleich bat sie um Verständnis, "dass wir auf Details nicht eingehen möchten, um Michaels Privatsphäre und die seiner Familie zu schützen und das Ärzteteam in Ruhe arbeiten zu lassen".

"Momente des Bewusstseins", wie sie Kehm beschreibt, sind streng genommen kein medizinischer Fachbegriff. Es ist vollkommen unklar, um welche Zeichen es sich dabei handelt. Grundsätzlich können beim Aufwachprozess aus dem Koma folgende Reaktionen auftreten: Körperbewegungen, Reaktion auf Ansprechen oder Anfassen, Augenöffnen, Blickkontakt, der Versuch zu sprechen, gezielte oder ungezielte Abwehrbewegungen. Vorhersagen darüber, ob Schumacher wieder aufwachen wird, bleiben trotz der positiven Mitteilung aber reine Spekulation.

Schumacher liegt in der französischen Stadt seit Ende 2013 im Krankenhaus. Er hatte sich bei einem Skiunfall am 29. Dezember schwere Kopfverletzungen zugezogen und musste in eine dauerhafte Narkose versetzt werden. Ende Januar wurde die Aufwachphase eingeleitet; Mitte März hatte Kehm noch mitgeteilt, Schumacher sei noch nicht aufgewacht. Wenige Tage zuvor hatte Schumachers Familie verlauten lassen, man gebe die Hoffnung nicht auf und bleibe zuversichtlich, dass "Michael da durchgehen und aufwachen wird". Immer wieder gebe es kleine Anzeichen, die Mut machten.

Schumachers Unfall hatte immenses Medieninteresse hervorgerufen. Seine Frau Corinna forderte Anfang Januar Journalisten auf, Ärzte und Familie in Ruhe zu lassen und das Krankenhaus zu verlassen. Die Staatsanwaltschaft untersuchte den Unfall. Mitte Februar schloss sie ihre Ermittlungen ab und teilte mit, es gebe keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. Schumacher war demnach auch nicht unangemessen schnell unterwegs. Managerin Kehm hatte schon kurz nach dem Unfall von einer extremen Verkettung unglücklicher Umstände gesprochen.

ulz/dpa/AFP



Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 134 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
susuki 04.04.2014
1.
Super! Gute Besserung.
pharaoh80 04.04.2014
2. :-)
Endlich einmal eine gute Nachricht! Hoffen wir, dass es jetzt wieder bergauf geht.
luckyzett 04.04.2014
3.
Es geschehen immer noch wunder.
pete1812 04.04.2014
4. Gut so
Das ist gut so. Maximale Fortschritte wünsche ich.
jenoc 04.04.2014
5.
Wem ab jetzt ernsthaft an einem Wohlergehen Schumachers und seiner Angehörigen gelegen ist, der lässt sie in Ruhe! Das gilt für "Fans" und Medien.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.