Michelle Obamas Interview-Aussetzer: "Single Mom" im Weißen Haus

Michelle Obamas Interview-Aussetzer: "Single Mom" im Weißen Haus Fotos
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Kann ja mal passieren: In einem Fernsehinterview über gesunde Ernährung bezeichnete sich Michelle Obama als "alleinerziehende Mutter". Als die First Lady merkte, was ihr da herausgerutscht war, verbesserte sie sich hastig - Spott ist ihr trotzdem sicher.

Washington - Man kann sich vorstellen, wie unerquicklich der Alltag als Gattin des US-Präsidenten aussieht. Zwei pubertierende Töchter an der Backe, dazu den Haushalt und die Arbeit im Gemüsegarten. Und wo bleibt der Ehemann, bei all der Plackerei? Ständig treibt er sich in der Weltgeschichte herum oder trifft sich mit Freunden zum Golfen.

Es ist also einigermaßen nachvollziehbar, was Michelle Obama jetzt in einem Interview mit einem lokalen Ableger des Fernsehsenders CBS widerfuhr. Gerade plauderte die First Lady auf WCAX über Gemüse, gesundes Essen und die Probleme, mit denen Eltern bei der Beschaffung hochwertiger Nahrung für ihre Kleinen zu kämpfen haben - da bezeichnete sie sich irrtümlich als "single mother".

"Glauben Sie mir, als vielbeschäftigte, alleinerziehende Mutter...", rutschte Obama heraus, bevor sie sich halbwegs souverän korrigierte: "'Alleinerziehend' sollte ich wohl nicht sagen - aber wenn Sie mit dem Präsidenten verheiratet sind, fühlt man sich manchmal ein bisschen allein." Trotzdem sei ihr Mann durchaus anwesend.

Spekulieren lässt sich nun darüber, ob dieser Ausrutscher als versteckte Spitze gegen Barack Obama zu werten ist - vielleicht hat der Präsident ja tatsächlich in letzter Zeit zu selten die Spülmaschine ausgeräumt. Milder Spott ergießt sich jedenfalls im Internet über die Äußerungen der First Lady. Vor allem die Tatsache, dass sie sich trotz ihrer vielen Helfer als "vielbeschäftigt" bezeichnet, sorgt für Amüsement.

"Bei ihrem Terminplan bin ich überrascht, dass sie überhaupt in zusammenhängenden Sätzen sprechen kann", stichelte etwa Bloggerin Laura Beck auf jezebel.com. "Wie gut sie ihren Kram geregelt kriegt, sieht man daran, dass sie es schafft, morgens aus dem Bett zu kommen."

Immerhin haben die Obamas übers Wochenende Gelegenheit, die Sache gründlich auszudiskutieren: Medienangaben zufolge ist der US-Präsident nach einer Reise an die Westküste seit Donnerstagnacht wieder in Washington. Wurde auch Zeit.

rls

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insgesamt 11 Beiträge
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1.
twaddi 05.04.2013
Viel Lärm um nichts. Natürlich hat sie die Hauptverantwortung für die Töchter . Wie dummen, wegen eines gar nicht mal so falschen Wortes so ein Mediengeblubber zu veranstalten.
2.
Stäffelesrutscher 05.04.2013
Zitat von sysopAPKann ja mal passieren: In einem Fernsehinterview über gesunde Ernährung bezeichnete sich Michelle Obama als "alleinerziehende Mutter". Als die First Lady merkte, was ihr da herausgerutscht war, verbesserte sie sich hastig - Spott ist ihr trotzdem sicher. http://www.spiegel.de/panorama/leute/michelle-obama-nennt-sich-in-interview-alleinerziehende-mutter-a-892723.html
Marianne Strauß hat das mal so ausgedrückt: »Die Frau schafft im Haus an. Der Mann kümmert sich um den 4. Weltkrieg.«
3. Bessere Antwort
vitalik 05.04.2013
Zitat von twaddiViel Lärm um nichts. Natürlich hat sie die Hauptverantwortung für die Töchter . Wie dummen, wegen eines gar nicht mal so falschen Wortes so ein Mediengeblubber zu veranstalten.
Wäre es besser zu sagen, dass der Herr Obama den ganzen Tag mit der Familie verbringt und nicht arbeitet. Da muss man ja Bush heißen und bei fast allen wichtigen Ereignissen, während der Regierungszeit, im Urlaub sein. Ich denke bei den meisten Familien wird es so sein, dass ein Partner sich mehr als der anderer um die Kinder kümmert. Übrigens ist es doch auch ein Teil des Jobs als President, dass man viel Unterwegs ist.
4. Nun muss nur noch geklärt werden ob
lackehe 05.04.2013
es auch einen allein erziehenden Vater für die Obama Kinder gibt. Sollten es mehrere sein, hätte sie ja wohl von Müttern gesprochen, oder?
5.
statussymbol 05.04.2013
Zitat von vitalikWäre es besser zu sagen, dass der Herr Obama den ganzen Tag mit der Familie verbringt und nicht arbeitet. Da muss man ja Bush heißen und bei fast allen wichtigen Ereignissen, während der Regierungszeit, im Urlaub sein. Ich denke bei den meisten Familien wird es so sein, dass ein Partner sich mehr als der anderer um die Kinder kümmert. Übrigens ist es doch auch ein Teil des Jobs als President, dass man viel Unterwegs ist.
Ich denke wenn man sich das Arbeitspensum eines Politikers allgemein anschaut, und dann bedenkt dass der Präsident der USA ja nicht ganz ohne Grund als der "mächtigste Mann der Welt" bezeichnet wird, lässt sich in etwa erahnen wie das Arbeitspensum aussieht. Von Dienstreisen, Nächtelangen Verhandlungen (Fiskalstreit!) etc.pp. abgesehen dürfte es tatsächlich selten sein dass die Kinder tagsüber an denen sie wach und aktiv sind mal ihrem Vater Barack Obama begegnen. Auch den Hinweis einiger Blogger mit den "Helfern" die Michelle Obama hätte halte ich für unangemessen. Natürlich benötigt man in der Position Bodyguads und zur Pflege des riesigen Grundstücks Gärtner, Hausangestellte etc. Trotzdem würde ich nicht bezweifeln dass Michelle Obama viel zu tun hat - nimmt sie doch regelmässig repräsentative Aufgaben wahr und ich denke bei dem Medienrummel und der Verantwortung ist es ja gerade zu lachhaft so zu tun als würde Michelle Obama den ganzen Tag auf der faulen Haut liegen.
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