Miley Cyrus "Ich bin für immer die Nackte auf der Abrissbirne"

Nackt hockt Miley Cyrus in einem längst legendären Video auf einer Abrissbirne und leckt an einem Hammer. Nun bereut die Sängerin die provokante Aktion - aus Sorge um ihr Vermächtnis.

YouTube/ Sony Music

Es war einer jener Auftritte, die Miley Cyrus vor wenigen Jahren binnen kürzester Zeit weltweit bekannt machten: Im Video zu ihrem Song "Wrecking Ball" baumelte die Sängerin 2013 völlig unbekleidet auf einer Abrissbirne durch die Gegend - und leckte zwischendurch genüsslich an einem Vorschlaghammer.

Das Kalkül ging auf: Sofort entbrannte eine wilde Debatte darüber, ob das angemessen sei oder die Künstlerin die Grenzen zur Pornografie überschritten habe. Cyrus war in aller Munde, das Video brach auf Plattformen wie YouTube alle Rekorde - und die damals 20-Jährige gab sich betont unschuldig: Ihre Kritiker hätten die Botschaft des Clips einfach nicht verstanden.

Inzwischen ist sich Cyrus da offenbar selbst nicht mehr sicher - jedenfalls bereut sie die freizügigen Aufnahmen nach eigenen Angaben: "Das ist etwas, was man nie wieder loswird", sagte sie in der "Zach Sang Show". "Wenn man so etwas einmal so gemacht hat wie ich, dann lebt das für immer."

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Miley Cyrus: "Das lebt für immer"

Sie werde dieses Video jedenfalls nie wirklich hinter sich lassen können, sagte Cyrus, daher würde sie das ganze Projekt am liebsten nachträglich aus ihrem Leben löschen. Das gehe aber nun mal nicht: "Ich werde für immer das nackte Mädchen auf der Abrissbirne sein." Ihre größte Sorge sei, dass der Song sogar auf ihrer Beerdigung gespielt werde.

Kurz nach Veröffentlichung des Musikvideos hatte Cyrus ihn noch verteidigt: "Die Leute sehen den Clip nur nicht richtig", sagte sie damals. "Wenn man über meine Nacktheit hinwegkommt und mich wirklich anschaut, sieht man, dass ich noch zerbrochener aussehe, als der Song klingt." In "Wrecking Ball" geht es um eine schmerzhafte Liebe.

Im Video: Miley Cyrus in "Wrecking Ball"

YouTube/ Sony Music

Das, so Cyrus, könne der Zuschauer ihr ansehen - wenn er nicht nur auf das Offensichtliche schaue. "Wenn man mir in die Augen sieht, erkennt man: Ich schaue noch trauriger, als meine Stimme klingt." Der Videodreh sei anstrengender gewesen als die Aufnahme des Songs. "Es war eine viel emotionalere Erfahrung."

mxw



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