Kastrationskomplott gegen Justin Bieber "Wir sind los und haben die Heckenscheren gekauft"

Im Fall des mutmaßlichen Mordkomplotts gegen Teenie-Idol Justin Bieber sind neue Details bekannt geworden. Ein abgehörtes Telefonat von zwei Tatverdächtigen belegt: Die Heckenscheren für eine Kastration waren bereits gekauft, der Tod sollte per Strangulation erfolgen.

Getty Images

Los Angeles - Wie ABC News berichtet, gibt es inzwischen Beweise dafür, dass der in einem Gefängnis in New Mexico einsitzende Dana Martin den Anschlag auf den Popstar geplant hat. Aufzeichnungen von Telefongesprächen, die im November aus der Justizvollzugseinrichtung nahe Las Cruces geführt wurden, sollen dies belegen. Martin wurde wegen Vergewaltigung und Mord an einer 15-Jährigen zu 978 Jahren Haft verurteilt.

ABC beruft sich auf Polizeiberichte, wonach Martin einen ehemaligen Knastgenossen aus Vermont, Mark Staake, sowie dessen Neffen Tanner Ruane mit der Entführung und dem Mord an Bieber beauftragt haben soll.

In dem mitgeschnittenen Gespräch fragt Martin demnach: "Hat er das Bieber-Ding mit dir besprochen?" Ruane antwortet: "Nee, ich arbeite lieber so, ich möchte so wenig wie möglich wissen." Angeblich sollen die drei auch den Plan gehegt haben, den Popstar sowie seinen Leibwächter zu kastrieren.

"Wir sind los und haben die Heckenscheren gekauft", sagt Ruane. "Du musst mir fünf Riesen für jede, die ich kriege, geben." Nach der Entmannung sollten Bieber und sein Bodyguard der Polizei zufolge getötet werden - mit einem Schal. "Du musst ihn wirklich ganz zuziehen, das stoppt die Sauerstoffzufuhr, dann musst du ihn hinten noch zuziehen, richtig fest. Das macht die Sache perfekt."

Bevor die Pläne in die Tat umgesetzt werden konnten, wurden Staake und Ruane an der Grenze zu Kanada festgenommen. Alle drei Tatverdächtigen müssen sich nun wegen gemeinschaftlich geplanten Mordes und geplanter schwerer vorsätzlicher Körperverletzung vor Gericht verantworten.

Über das Tatmotiv ist wenig bekannt. Dana Martin soll eine Tätowierung von Bieber auf seinem Bein haben. Er soll versucht haben, sein Idol zu kontaktieren - vergeblich.

ala

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.