Rowan Atkinson zu Burka-Kritik des Ex-Außenministers "Ziemlich guter Witz"

Mit seinen Aussagen zu Burkaträgerinnen rief der ehemalige britische Außenminister Boris Johnson Empörung hervor. Doch zumindest einen prominenten Unterstützer hat er.

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Der ehemalige britische Außenminister Boris Johnson hat mit einem Text über Burkaträgerinnen heftige Kritik ausgelöst - jetzt springt ihm Mr.-Bean-Darsteller Rowan Atkinson bei.

Johnson steht seit Tagen in der Kritik. In seiner wöchentlichen Kolumne in der Zeitung "Telegraph" hat er über das Burkaverbot in Dänemark geschrieben. Er lehnte ein solches Gesetz ab: Es spiele jenen in die Hände, die von einem "Kampf der Kulturen" redeten. Kontrovers diskutiert wurde seine Wortwahl: In seinem Text verglich er die Trägerinnen der Burka mit "Briefkästen" und "Bankräubern".

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Atkinson findet, Johnson habe mit dem Briefkasten-Vergleich einen "ziemlich guten Witz" gemacht, schrieb er in einem Leserbrief an die "Times". Er müsse sich daher nicht entschuldigen. "Man sollte sich wirklich nur für einen schlechten Witz entschuldigen", hieß es. Mit Witzen über Religion stoße man immer jemanden vor den Kopf, daher sei eine Entschuldigung sinnlos.

Seine Kritiker werfen Johnson vor, er habe mit seiner Wortwahl gezielt versucht, Stimmung gegen Muslime zu machen, und wolle sich bei rechtskonservativen Wählern anbiedern. Seine Partei leitete ein Disziplinarverfahren ein, nachdem mehrere Beschwerden eingingen. Im Extremfall droht ihm dabei der Ausschluss aus der Fraktion oder sogar aus der Partei.

Selbst Premierministerin Theresa May hatte sich den Forderungen nach einer Entschuldigung angeschlossen. "Ich glaube, wir sollten alle mit der Sprache und den Begriffen, die wir verwenden, sehr umsichtig sein", sagte May.

jpz/dpa

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