Mutter Teresas Kutte Die erste markengeschützte Nonnentracht der Welt

Mutter Teresa machte den weißen Sari mit blauem Rand berühmt. Nun hat der frühere Anwalt der heiliggesprochenen Nonne die Rechte an dem Outfit sichern lassen - um das Ansehen seiner verstorbenen Klientin zu wahren.

Mutter Teresa (Archiv)
AP

Mutter Teresa (Archiv)


Die heilige Teresa von Kalkutta, auch bekannt als Mutter Teresa, wurde weltweit bekannt durch ihre Arbeit mit Obdachlosen und Kranken. Dabei trug die Nonne stets einen weißen Sari mit dunkelblauem Rand. Seither wurde das Design auch immer wieder für kommerzielle Zwecke genutzt. Wie der britische "Guardian" berichtet, soll damit nun allerdings Schluss sein.

Der frühere Anwalt der Nonne, Biswajit Sarkar, hat die Rechte an Mutter Teresas Kutte sichern und in das indische Markenregister eintragen lassen. Damit wurde erstmals eine religiöse Bekleidung unter Markenschutz gestellt. Sarkar will dadurch verhindern, dass das Outfit für Werbung genutzt oder anderweitig zweckentfremdet wird.

Laut "Guardian" hatte Mutter Teresa zu Lebzeiten berichtet, dass sie ihren weltbekannten Sari in Kalkutta gekauft hat. Nachdem sie die Erlaubnis erhielt, in den Slums von Kalkutta zu arbeiten, hatte sie den Sari demnach auf einem Markt entdeckt. Nun ist das Design offiziell geistiges Eigentum der Missionarinnen der Nächstenliebe - dem Orden, den Mutter Teresa vor fast 70 Jahren gegründet hat.

Der Anwalt der verstorbenen Nonne will dem Bericht zufolge zukünftig vehement gegen Markenmissbrauch vorgehen. Davon könnten auch gemeinnützige Organisationen betroffen sein. Denn neben der Kutte ist auch der Name "Mutter Teresa" geschützt. Das soll verhindern, dass Schulen und andere Einrichtungen sich nach der Nonne benennen - ohne in irgendeinem Bezug zum Orden zu stehen.

asc



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