Nach der Haft "Dr. Tod" will nie mehr Sterbehilfe leisten

Der kürzlich aus einem US-Gefängnis entlassene Euthanasie-Befürworter Jack Kevorkian will nie mehr Sterbehilfe leisten. Der als "Dr. Tod" bekannt gewordene 79-Jährige will weiterhin für eine Legalisierung von Sterbehilfe kämpfen - ohne jedoch das Gesetz zu brechen.


New York - Auch wenn ihn Menschen in Verzweiflung darum bitten würden, würde er ihnen nicht helfen. "Ich habe mein Wort gegeben, es nie wieder zu tun", sagte der als "Dr. Tod" bekannte 79-Jährige in einem Interview mit dem Fernsehsender CBS.

Der wegen Mordes verurteilte Kevorkian hatte nach seiner Haftentlassung am Freitag angekündigt, weiter für eine Legalisierung von Sterbehilfe zu kämpfen. Dabei werde er sich aber keine Gesetzesverstöße leisten, sagte er jetzt dem Fernsehsender Fox2.

Kevorkian hatte eine achtjährige Haftstrafe verbüßt, nachdem er einem jungen Mann beim Selbstmord geholfen und ein Video davon dem Fernsehsender CBS geschickt hatte. Vor seiner Verurteilung half er nach eigenen Angaben mindestens 130 Menschen mit Gift-Injektionen und tödlichem Gas beim Sterben.

jjc/Reuters



© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.