Nach Prügelattacke: Rihanna meldet sich zu Wort

Die schwer misshandelte Sängerin Rihanna hat sich nach dem Prügel-Vorfall erstmals öffentlich geäußert: Sie dankte ihren Fans für die Unterstützung. Über den mutmaßlichen Täter, ihren Freund Chris Brown, verlor sie kein Sterbenswörtchen.

New York/Los Angeles - Ob Verdrängen in so einer Situation weiterhilft? Die bei einem Streit mit ihrem Freund Chris Brown schwer verletzte Sängerin Rihanna hat sich bei ihren Fans für deren Unterstützung bedankt. Ihr Zustand habe sich gebessert, und sie sei "stark in dieser schwierigen Zeit", teilte ein Sprecher des Popstars in Los Angeles mit. Den mutmaßlichen Verursacher ihrer Verletzungen, Brown, erwähnte sie mit keinem Wort.

Es war das erste Mal seit dem Vorfall vor zwei Wochen, dass die 21-Jährige sich selbst zu Wort gemeldet hat. Das Promi-Magazin "People.com" berichtete am Samstag, Rihanna folge dem Rat der Ermittler und sage deswegen nichts über ihren Freund Chris Brown und den Streit am Morgen vor der Grammy-Verleihung.

Am Freitag war ein Foto der Sängerin mit Verletzungen an der Stirn und den Wangen sowie blutverschmierten Lippen in Umlauf geraten. Die Nahaufnahme wurde vom Internet-Dienst TMZ.com verbreitet. Es soll von der Polizei unmittelbar nach dem Streit zwischen dem prominenten Paar in einem vornehmen Stadtteil von Los Angeles aufgenommen worden sein. Augenzeugen hatten über Notruf einen Streifenwagen herbeigerufen.

Rihannas Vater, Ronald Fenty, warf der Polizei "schlampige Arbeit" vor. Das Foto hätte nicht an die Öffentlichkeit gehen dürfen, sagte Fenty per Telefon von Barbados der US-Zeitschrift "People". Die Polizeibehörde von Los Angeles (LAPD) prüft, wie das Foto von Rihanna ohne Erlaubnis an die Presse gelangen konnte. Dies sei ein "schwerwiegendes Amtsvergehen", hieß es in einer Mitteilung.

Der 19-jährige R&B-Sänger Brown hatte sich nach dem Vorfall der Polizei gestellt und wurde gegen eine Kaution von 50.000 Dollar wieder auf freien Fuß gesetzt. Er muss sich vor Gericht wegen krimineller Drohungen verantworten. Bisher wird ihm noch nicht offiziell Körperverletzung angelastet. Er teilte später mit, dass ihm die Sache leid tue.

Das Paar hatte seine Auftritte bei der Grammy-Verleihung nach dem Streit kurzfristig abgesagt. Seit dem Angriff von Brown hat sich Rihanna zunächst nicht mehr öffentlich gezeigt. Erst am Donnerstag wurde sie auf einem Flughafen in Los Angeles gesehen. Eine geplante Party zu ihrem 21. Geburtstag am Freitag und mehrere Konzerte hatte die Sängerin abgesagt.

hoc/dpa

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