Nach Trennung Lothar Matthäus will Deutschland verlassen

Neuorientierung: Nach der Trennung von Noch-Ehefrau Liliana will Fußballtrainer Lothar Matthäus die Heimat verlassen und in England sein Glück versuchen. Eine neue Frau an seiner Seite gibt es nicht - einen Job sucht er auch noch.

DDP

Berlin - "Ich muss mir Gedanken darüber machen, wie es beruflich weitergeht. Deshalb werde ich Deutschland verlassen und nach England gehen", sagte Matthäus im Interview mit der "Bild"-Zeitung. England sei für ihn das Land des Fußballs, als Profi könne und müsse man sich weiterentwickeln, erklärte der deutsche Rekordnationalspieler.

Ein Jobangebot hat der Trainer gleichwohl nicht. Zwar gebe es "immer mal wieder interessante Gespräche" - mehr aber offenbar nicht. Daher wird Matthäus in Großbritannien zunächst bei renommierten Fußballtrainern wie Arsene Wenger und Alex Ferguson den Trainingsbetrieb beobachten. "Solange ich keinen anderen Arbeitsplatz habe, ist das für mich am sinnvollsten", sagte er.

Angesprochen auf das Ende seiner Beziehung zu Noch-Ehefrau Liliana sagte der Fußballer, dass es ihm vor allem schrecklich leidtue für seine Eltern, "dass sie ihren Sohn jetzt vor seiner vierten Scheidung sehen". Nach einer öffentlichen Auseinandersetzung hatte Matthäus Liliana am Wochenende zu einer Aussprache getroffen. "Es war ein vernünftiges Gespräch", sagte er nun. Zwar bleibe es bei der Trennung - "aber wir gehen wieder normal miteinander um".

Er ließe jetzt in Sachen Liebe alles ein bisschen langsamer angehen, habe aber die Hoffnung nicht verloren: "Ich glaube immer noch, dass auch zu mir eine Frau gehört. Und zwar eine Frau, die mich liebt. Und nicht mein Geld oder meinen Namen." Seine Noch-Ehefrau habe vor allem "die Glitzerwelt" angebetet, hatte Matthäus erst vor kurzem im Interview mit der "Wams" erklärt - und ihr vorgeworfen, sehr schnell viel Geld ausgegeben zu haben.

Jetzt suche er nach einer Partnerin, "die mich auch mal auffängt, wenn ich in einer schwierigen Situation bin, die sich auf mich freut, wenn ich nach Hause komme". All dies habe er in seiner letzten Ehe vermisst.

Nach so viel Plauderei über seine ehemaligen und zukünftigen Gefährtinnen, die Liebe und das Leben, stellte Matthäus dann unverhofft klar: "Ein Lothar Matthäus gehört in den Sportteil und nicht auf die Klatschseiten. Daran arbeite ich."

ala/ddp



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