Natalie Portman "Ashton Kutcher bekam dreimal so viel Gehalt wie ich"

Natalie Portman prangert die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen in der Filmbranche an. Sie ärgerte sich auch, dass sie sich nicht früher gewehrt hatte.

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In der Romantikkomödie "Freundschaft plus" spielen Ashton Kutcher und Natalie Portman die Hauptrollen Adam und Emma. Trotz vergleichbarer Arbeit habe Kutcher jedoch dreimal so viel Gehalt bekommen wie sie, erzählte Natalie Portman jetzt in einem Interview mit der Frauenzeitschrift "Marie Claire".

Die 35-jährige Schauspielerin räumte auch ein, schon während der Dreharbeiten im Jahr 2011 von dem Gehaltsunterschied gewusst und diesen hingenommen zu haben. "Wir verdienen viel, da fällt es nicht leicht, sich zu beschweren, aber diese Ungleichheit ist verrückt", sagte Portman. Heute bereut die Schauspielerin, sich damals nicht gegen die Ungerechtigkeit gewehrt zu haben.

Kutchers Sprecher hat den Vorfall bisher nicht kommentiert.

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Schauspielerinnen in Hollywood: Das Kreuz mit dem Gehalt

Portman ist nicht die erste Hollywoodschauspielerin, die sich traut, über die ungleichen Gagen zu sprechen. Jennifer Lawrence hatte sich 2015 in einem Essay für den Newsletter "Lenny" empört: "Warum verdiene ich weniger als meine männlichen Co-Stars?" Die Antwort auf diese Frage fand Lawrence jedoch auch bei sich, sie habe bei den Gehaltsverhandlungen versagt und zu früh aufgegeben. Warum, erklärte sie in einem Interview mit US-Fernsehjournalist Charlie Rose: "Sobald Frauen mehr Geld verlangen, gelten sie als undankbare Gören."

Schauspielerin Kate Winslet hatte sich daraufhin hinter Lawrence gestellt: "Selbstverständlich sollten Frauen und Männer gleich bezahlt werden." Zuvor hatte Winslet allerdings in einem BBC-Interview mit der Aussage, die Debatte sei geschmacklos, für Irritationen gesorgt.

Sandra Bullock kämpft bereits seit längerer Zeit gegen Sexismus und ungleiche Bezahlung in Hollywood. In einem Interview mit "Variety" sagte sie, das Problem der ungleichen Bezahlung werde sich von allein lösen, sobald männliche und weibliche Stars öffentlich als gleichwertig wahrgenommen würden.

tak/AP



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