Natasha Richardson: Liam Neeson trägt seine Frau zu Grabe

Uma Thurman, Ralph Fiennes, Timothy Dalton und Holly Hunter gehörten zu dem kleinen Familien- und Freundeskreis, der der verstorbenen Natasha Richardson die letzte Ehre erwies. Ihr Ehemann Liam Neeson war einer der Männer, die ihren Sarg trugen.

New York - Natasha Richardson ist am Sonntag im kleinen Familien- und Freundeskreis im US-Bundesstaat New York beigesetzt worden. Neben ihrer berühmten Mutter, Oscar-Preisträgerin Vanessa Redgrave, und ihrer Schwester, Schauspielerin Joely Richardson, gaben ihr prominente Freunde das letzte Geleit: Uma Thurman, Ralph Fiennes, Laura Linney und Holly Hunter waren unter den Trauernden.

Ehemann Liam Neeson verbarg seine Augen hinter einer Sonnenbrille und spendete seinen Söhnen Michael, 13, und Daniel, 12, Trost. Der 56-jährige Schauspieler war einer derjenigen, der den Sarg seiner Frau zur Trauerfeier in eine Kirche in der Ortschaft Millbrook trug, berichtet der Internet-Dienst "E!Online".

Die Familie Richardson-Neeson lebt in einem Landhaus in Millbrook. Die britische Film- und Bühnenschauspielerin wurde auf dem örtlichen Friedhof nahe des Grabes ihrer Großmutter beigesetzt.

Richardson war im Skigebiet Mont Tremblant bei Québec auf einer Anfängerpiste gestürzt. Sie hatte keine äußerlich sichtbaren Verletzungen und war zunächst noch ohne fremde Hilfe auf ihr Hotelzimmer gegangen. Einen Tag später flog sie ihr Ehemann in einem Privatjet nach New York. Dort erlag die 45-Jährige im Lenox-Hill-Krankenhaus am Mittwoch ihren schweren Verletzungen.

Der britischen "Times" zufolge hätte der Tod der Schauspielerin verhindert werden können. Die Zeitung berichtete, eine erste Ambulanz, die zum Hotel von Richardson entsandt wurde, sei wieder weggeschickt worden. Diese Entscheidung könnte sie das Leben gekostet haben, hieß es. "Die Notärzte haben die Patientin nicht gesehen", sagte der Leiter der Ambulanz von Mont Tremblant, Yves Coderre der Zeitung "Toronto's Globe and Mail". Diese Zeit hätte Experten zufolge genutzt werden können, um die Hirnblutung zu behandeln.

In einer Erklärung zum Tod der Schauspielerin hieß es: "Liam Neeson, seine Söhne und die gesamte Familie sind geschockt und zutiefst erschüttert über den tragischen Tod ihrer geliebten Natasha. Sie sind aus tiefsten Herzen dankbar für die Unterstützung, die Liebe und die Gebete aller und bitten um die Wahrung ihrer Privatsphäre in dieser schweren Zeit."

Die gebürtige Londonerin Richardson war in vielen Theater- und Filmproduktionen aufgetreten, darunter in Volker Schlöndorffs "Die Geschichte der Dienerin", "Nell" und "Manhattan Love Story". In England schaffte sie 1985 mit ihrem Bühnenauftritt in Tschechows "Die Möwe" den Durchbruch, am New Yorker Broadway wurde sie 1993 in der Titelrolle des Dramas "Anna Christie" an der Seite von Liam Neeson gefeiert.

Richardson ließ sich 1993 von dem Produzenten Robert Fox scheiden und heiratete ein Jahr später ihren Kollegen Neeson. 1998 erhielt sie den Tony Award für ihre Darstellung der Sally Bowles in dem Musical "Cabaret". Im vergangenen Januar trat sie gemeinsam mit ihrer berühmten Mutter in einer Benefiz-Aufführung des Musicals "A Little Night Music" auf.

jjc/ddp

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