Los Angeles - US-Schauspieler Alec Baldwin zeigt sich derzeit überaus angetan von der Idee, ein politisches Amt auszuüben. Im Gespräch mit Eliot Spitzer vom US-Nachrichtensender CNN sagte Baldwin am Dienstag: "Ja, das ist etwas, woran ich sehr, sehr interessiert bin."
Dennoch habe er nicht vor, sein Handwerk als Schauspieler aufzugeben, betonte der 52-Jährige: "Jetzt damit aufzuhören, wo es sich gerade richtig gut anfühlt und es Spaß macht, wäre eine enorm schwierige Sache." Er habe erst jetzt in fortgeschrittenem Alter verstanden, wie die Darstellkunst funktioniere, sagte er in der Sendung "Parker Spitzer". "Wenn du alt genug bist, um Hamlet zu verstehen, bist du zu alt ihn zu spielen."
Es ist nicht das erste Mal, dass der als liberal geltende Mime Interesse an einer aktiven Rolle in der Politik signalisiert. Baldwin studierte Politikwissenschaften an der George-Washington-Universität und kam erst später in New York zur Schauspielerei. Mit Kinofilmen wie "Jagd auf Roter Oktober" oder der Sitcom "30 Rock" machte er Karriere.
Im Interview mit CNN wies der 52-Jährige darauf hin, dass alle vier US-Präsidenten nach Ronald Reagan an US-Eliteuniversitäten studiert hätten. "Woran es fehlt, sind Leute, die nicht aus dem Auge verloren haben, was die Mittelschicht in diesem Land braucht", so der Lehrersohn, der in einem New Yorker Vorort groß wurde. Aus der Stadt seiner Träume will er laut eigener Aussage auf keinen Fall wegziehen.
Baldwin betonte, er sei in seinem Leben jeden Tag zur Arbeit gegangen wie andere Leute auch: "Was immer ich erreicht habe, hat mich als Mensch nicht verändert."
ala/Reuters
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